Beinwil am See

Jahresausflug der Seniorinnenriege des DTV

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In unserem Jahresprogramm hat der 2. Februar 2020 eine besondere Bedeutung.

Endlich geht’s auf Reisen. Schon seit Längerem ist dieser Termin im Gespräch. Eine Gelegenheit einmal nach Herzenslust zu plaudern und alle aufgestauten Erlebnisse untereinander mitzuteilen. In den Turnstunden ist Aufmerksamkeit gefragt. Keine Mitteilungen von Neuigkeiten etc. Dies ist erst möglich in der begrenzten Zeit beim anschliessenden Ausklang der Turnstunden. Nur zur Information.

Bereits zum zweitenmal genehmigen wir uns eine Reise mit dem Bus. So ist es möglich, die Turnerinnen verschiedener Jahrgänge bei der jährlichen sog. Turnerinnenreise auch dabei zu haben. Unser Reiseziel ist eine Landpartie in den Klettgau. Ursula Meier hat für uns das diesjährige Programm zusammengestellt – besten Dank!

Meist wird vor der Abfahrt schon eifrig berichtet. Alle angemeldeten Turnerinnen, unsere Leiterin, incl. 4 Gäste, auch unsere Präsidentin gibt uns die Ehre, sind zum Einsteigen bereit. Hurra! Heute ist der Jahresausflug der Seniorinnen-Turnerinnen. Die Wetterverhältnisse lassen zu wünschen übrig, aber alle hoffen noch auf Besserung.

Bereits nach der ersten Bergfahrt (Ehrendingen) haben wir Höhe gewonnen, und erwarten Sonne, aber eine noch grau verhangene Landschaft nimmt uns auf. Die lieblichen Dörfer liegen noch in der morgendlichen Ruhe. Die Fahrt durch gepflegte landwirtschaftliche Felder und grüne Wiesen, wirken sehr beruhigend und wohltuend für das Auge.

Über Siglistorf nähern wir uns langsam dem Rhein. Vorbei an zahlreichen Abbaustellen des Weiacher-Kiesgebietes über Eglisau, Rüdlingen, Rheinau erreichen wir bereits Dachsen. Wie gewünscht der 1. Halt. Beim Café Dachsen geniessen wir Kaffee und Gipfeli. Nun sind wir für die Weiterfahrt zum Rheinfall gestärkt. In Schaffhausen herrscht reger Stadtverkehr, aber unser Chauffeur Gery Strebel steuert zielsicher und solide Richtung Rheinfall auf der Neuhauser Seite.

Hier haben wir eine Stunde Aufenthalt, um die z.Zt. mächtigen, herunterstürzenden Wassermassen zu bestaunen. Ein paar mutige Seniorinnen wagen es, mit dem Schiff die Wassermengen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Wir waren nicht die einzigen Besucher, es herrschte Marktstimmung, aber weit und breit war kein einziger Marktstand auszumachen!

Erholsam war die Fahrt durch die schön angelegten, zahlreichen Weinberge des Klettgaus. Die Weinstöcke waren noch nicht abgeerntet. So konnten wir den reichen Ertrag bewundern, welcher sicher einen guten Wein ergeben wird. Mitten in einem Abhang entdeckten wir eine kleine, weisse, malerische Kirche. Sie soll gerne für Hochzeiten genützt werden.

Über Neunkirch, Wilchingen, Hallau geht es Richtung Schleitheim zum Mittagessen. Unterwegs hatten wir noch einen interessanten Stopp. Eine Herde Kühe sollte von der Weide über die Strasse zum bäuerlichen Anwesen getrieben werden. Die Strasse wurde kurzfristig abgesperrt und der Senn konnte mit dem Auf- oder Abtrieb beginnen. Es war unserer Ansicht nach eine grosse Herde. Zu unserer Belustigung gaben einzelne Kühe noch tänzerische Vorstellungen. Wollten sie der Seniorenriege Konkurrenz machen? Im Gasthof Post in Schleitheim wartete das Mittagessen auf uns. Essen ist ein Bedürfnis des Magens. Trinken eines der Seele.

Noch bevor die Vorspeisen auf den Tischen standen, musste natürlich der Wein des Klettgaus begutachtet werden. Allgemeines Lob. Dann ging’s Schlag auf Schlag. Das feine Menü Hackbraten, Kartoffelstock, Gemüse à la Diskretion und Dessert nach freier Auswahl. Wann hatten wir zum letzten Mal Hackbraten auf unserer Menu Karte?

Plötzlich gab es Aufregung an einem Tisch. Sollte sich nach mehrfacher Bestätigung doch tatsächlich in einem Glas ein Würmchen befinden? Aber woher? Unter allgemeiner Hilfe etlicher Weingläser, wurde der Wein bzw. der ominöse Wurm genauestens untersucht. Unter grossem Gelächter wurde der Fall gelöst. Es war ein Essensrest, welcher mit einem Wurm verwechselt wurde!

Zur Verdauung sollte die Rückfahrt über den Randen führen. Leider war die Strasse für unseren Bus nicht geeignet. Unser nächstes Ziel war deshalb das kleine reizvolle Städtchen Diessenhofen mit einem Aufenthalt zum Lädelen und Durstlöschen. Unser Aufenthalt war sehr sparsam! Mittwochs geschlossen!

In einem Café an der Strasse, wurden von anwesenden Gästen freundlicherweise alle vorhandenen Stühle für uns angeschleppt. So konnten wir zum Abschluss tatsächlich noch in der Sonne sitzen und unseren Durst löschen. In aller Ruhe konnten wir die schönen Blumendekorationen der Strasse bewundern.

Glücklicherweise kannte unser Chauffeur eine Ausweichstrecke, die wegen Abendverkehr notwendig wurde. Wir staunten nicht schlecht, als wir über den Regensberg nach Wettingen einbogen. Leider war unsere Reise um 19.00 Uhr beim Rathaus zu Ende. Auch dank des Seniorenkredites hier war die Reise ein voller Erfolg. Ein Jahr ist lang, bis es wieder heisst: Turnerinnenreise nach…

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