Möhlin

Hochkarätiger Kulturabend in der reformierten Kirche

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von links nach rechts: Silke Marchfeld, Gloria de Piante Vicin, Lea Ruscher, Uta Ruscher, Rainer Frank

von links nach rechts: Silke Marchfeld, Gloria de Piante Vicin, Lea Ruscher, Uta Ruscher, Rainer Frank

Szenische Lesung mit Musik in Bestbesetzung

(Andrea Giger) Am vergangenen Freitag, 17. Januar fand in der reformierten Kirche Möhlin im Rahmen der gemeinsamen Kulturreihe „Freitags-Zeit“ der beiden reformierten Kirchgemeinden Möhlin und Wegenstettertal eine szenische Lesung mit Musik statt. Im Zentrum stand das Buch „Fiorenza dal Violin“ von Uta Ruscher. Die Lesungen übernahm Schauspieler Rainer Frank aus Hannover. Es musizierten Goria de Piante Vicin aus Lugano am Flügel, Lea Ruscher aus Bern mit der Violine und die Altistin Silke Marchfeld aus Weil am Rhein. Die fast zweistündige Geschichte in Wort und Musik begeisterte das Publikum, dass den Künstlern mit stehenden Ovationen dankte.

Die Geschichte des Romans spielt in Venedig im 18. Jahrhundert. Hier wächst Fiorenza als Findelkind im Ospedale della Pietà auf, einer sozialen Einrichtung in Venedig, die neben karitativen Zwecken der musikalischen Ausbildung ihrer weiblichen Zöglinge dienten. Obwohl sie zwischenzeitlich taub war, wurde sie zur Stargeigerin ausgebildet und verwirklichte ihren Traum vom Komponieren, trotz der vielen Hürden, die sich ihr in den Weg stellten. Sie wurde zu einer der bedeutendsten Musikerin des 18. Jahrhunderts.

Rainer Frank las die Passagen aus dem Buch und fesselte mit seiner Stimme das Publikum. Zwischendurch erklangen Werke von Vivaldi, Tartini, Pergolesi, Händel und Caldara. Berührend die Gesangsstücke „Sebben crudele“ von Caldara, „Ombra mai fu“ und „Xerxes“ von Händel, die Silke Marchfeld mit ihrer schönen Altstimme vortrug. Brilliant das Geigenspiel von Lea Ruscher, die von Tartini den ersten Satz der Teufelstrillersonate, von Pergolesi „Nina“ und von Vivaldi den 2. und 3. Satz vom Winter aus den 4 Jahreszeiten interpretierte. Beide Künstler wurden hervorragend begleitet von Gloria de Piante Vicin am Flügel, die selber auch noch den ersten Satz der Sonate Nr. 10 von Galuppi und von J.S. Bach Nr. 3 der 12 kleinen Präludien spielte.

Das Publikum war begeistert von der hochkarätigen Leistung der Künstler. Beim anschliessenden Apéro hatte man die Gelegenheit, sich das Buch von der Autorin persönlich signieren zu lassen.

Der nächste Anlass in der Reihe „Freitags-Zeit“ ist bereits in Planung: Am 13. März findet um 19 Uhr erneut in der reformierten Kirche Möhlin „Orgel meets Wein“ statt. Es spielt Nicola Cumer an der Orgel, dazwischen gibt es Texte von Pfarrer Kai Hinz und Weindegustation von „Fürst Weine“ aus Hornussen.

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