Dank spezieller Katheter-Technik können heute viele Erkrankungen der Herzklappen ohne mehrstündige Herzoperation behandelt werden. Die neuen Strategien zur Behandlung von Mitral- und Aortaklappenerkrankungen standen im Mittelpunkt des «1. Herz-Apéros Olten».

«Früher war eine aufwändige und risikoreiche Operation am Herzen unter Verwendung einer Herz-Lungenmaschine nötig, um beim Patienten eine neue Herzklappe einzusetzen», erklärte
Dr. med. Fabian Praz, Herzklappenspezialist am Inselspital Bern und Referent des Abends. «Heute kann man vergleichbare Resultate mittels eines Herzkatheters von der Leiste des Patienten aus erreichen.»

Diese Technik sei in den vergangenen Jahren markant weiterentwickelt worden, sodass die speziell entwickelten künstlichen Herzklappen voll funktionsfähig über den Katheter im Herz des Patienten in Position gebracht werden könne, also ohne Operation am offenen Herzen und ohne Herz-Lungenmaschine, führte der Referent weiter aus.

«Dies ist eine sehr gute Nachricht, besonders auch für ältere Patienten. Sie müssen sich nun nicht mehr einem mehrstündigen und risikoreichen Eingriff unterziehen, sondern können unter leichter Narkose behandelt werden.» (zvg)

Der «Herz-Apéro Olten» ist eine weiterbildende Orientierungsveranstaltungen über neue Entwicklungen in der Kardiologie. Sie umfasst jeweils ein Referat und die Diskussion von Fallbeispielen. Der «Herz-Apéro Olten» wird in loser Folge durch die Kardiologie-Praxis Olten von
Prof. Dr. med. Armin Scherhag für die in Olten und Umgebung praktizierenden Ärzte organisiert.