Am Mittwoch, 6. März, besuchte eine Gruppe der Grauen Panther Olten den bekannten Kunstmaler in seinem Atelier. Das Haus an der Solothurnerstrasse ist ein grosses Gebäude. Das Atelier und die Wohnung befinden sich im 2. Stock und teilen sich die Gesamtfläche. Trotz der Grösse des Ateliers, ca. 120 Quadratmeter, wurde die Teilnehmerzahl beschränkt. Es waren 24 Personen, die von Jörg und seiner Frau Carina herzlich empfangen wurden. Nachdem Alle einen Sitzplatz gefunden hatten, erzählte uns der Künstler von seinem Werdegang. Seiner Begabung folgend machte er eine 5-jährige Ausbildung als Grafiker an der Kunstgewerbeschule in Luzern. In dieser Zeit kam er zu der Überzeugung, dass er im Bereich Zeichnen und Malen tätig sein wolle. Er fand eine Stelle als Zeichenlehrer in Pratteln, dort lehrte er von 1968 bis 1987. Von 1987 bis zu seiner Pensionierung 2008, wirkte er als Dozent an der „Schule für Gestaltung Luzern“. Damit hatte er sich seinen Traum, Zeichnen und Malen, auch im Berufsleben wahr gemacht. Aus seinen Schilderungen ging immer wieder hervor, dass ihn diese Tätigkeit von Jugend an begeisterte und ihn sein ganzes Leben lang nicht mehr losliess. So malte er viele Portraits, die er auch gut verkaufen konnte. Es gab auch Fragen aus dem Publikum:

  • Hatte er daran gedacht vom Malen zu leben ? > Ja, er wusste aber auch wie schwierig das ist, ohne Mäzene und Galeristen sogar unmöglich.
  • Einsteigen in die Werbung ? > Wollte er nie, das hätte ihn zu sehr eingeengt.
  • Hat er auch Bilder vernichtet ? > Ja, das kam hin und wieder vor.

Schnell verging die Zeit beim Plaudern und Erzählen und wir machten uns daran, die unzähligen Bilder an den Wänden und die im Bilderlager auf der Empore anzuschauen. Es sind hunderte gerahmte Bilder in allen Grössen. Jörg meinte dazu, er habe 8 mal umziehen müssen, sonst wären es noch mehr. Nachdem sich alle satt gesehen hatten wurden wir in die Wohnung eingeladen und mit einem reichhaltigen „Zvieri“ verwöhnt. Das war ein interessanter und gelungener Anlass. Herzlichen Dank.

Text und Foto: Werner Vogt, Olten