Mit einem Breakfast-Meeting am Samstagmorgen läutete die FDP Kappel ihre diesjährige Generalversammlung ein. Karin Oertlin wurde zur neuen Präsidentin gewählt und löst Martin Fessler nach 22 Jahren als Ortsparteipräsident ab. Zwei interessante Vorstösse aus dem Teilnehmerkreis stossen auf grossen Anklang und müssen unbedingt weiter verfolgt werden.

Mit einer neuen Idee und einem im Nachhinein erfolgreichen Versuch startete die FDP Kappel in die diesjährige Generalversammlung. Anstelle der üblichen Abendanlässe mit Nachtessen lud der Parteivorstand die Mitglieder zu einem gemeinsamen Frühstück mit der anschliessenden Durchführung der Generalversammlung am Samstagmorgen in den Landgasthof Kreuz ein. Diese Einladung wurde von zahlreichen Mitgliedern und zwei Gästen sehr begrüsst und es ergaben sich schon beim Morgenessen überaus interessante Gespräche.

In der nachfolgenden Generalversammlung führte Parteipräsident Martin Fessler durch den ersten Teil der Traktanden. In seinem Jahresrückblick liess er die Aktivitäten der FDP Kappel seit der Generalversammlung im Vorjahr nochmals Revue passieren. Einer der Höhepunkte war sicher der Racletteplausch anfangs des Jahres, konnten doch dazu viele Leute mobilisiert werden. Die Jahresrechnung wurde von Kassier Ruedi Siegenthaler vorgestellt. Erfreulicherweise konnte er über eine Vermehrung des Vermögens berichten. Der Revisorenbericht attestierte dem Kassier eine exakte Führung der Bücher. Die Jahresrechnung wurden von der Versammlung einstimmig genehmigt und dem Vorstand Décharge erteilt. Das Traktandum Wahlen stiess auf grosses Interesse, da Karin Oertlin als neue Präsidentin vorgestellt und auch einstimmig gewählt wurde. Sie kandidierte vor gut zwei Jahren für den Kappeler Gemeinderat und verpasste leider - trotz vielen Kandidatenstimmen wegen dem Proporzsystem – einen Sitz. Seit gut einem Jahr übte Karin Oertlin das Amt der Vizepräsidentin aus und übernimmt jetzt in der Mitte der Legislaturperiode den Stab bei der FDP Kappel. Der Vorstand setzt sich aktuell aus Karin Oertlin (Präsidentin), Ruedi Siegenthaler (Kassier) und Andreas Lack (Gemeinderat) zusammen. Das Vizepräsidium bleibt momentan vakant. Martin Fessler wird neben der neuen Präsidentin und Andreas Lack weiterhin als Delegierter bei der Kantonal- und Amteipartei funktionieren.

Die neue Präsidentin übernahm sogleich das Amt und führte im zweiten Teil der Versammlung durch das Jahresprogramm 2019, welches noch einen grösseren Anlass beinhalten wird. Das Budget und die Festlegung des unveränderten Mitgliederbeitrages 2019 wurden von den Mitgliedern ebenfalls einstimmig gutgeheissen.

Bei den Ehrungen wurde dem abtretenden Chefredaktor des Dorfkalenders, Klaus Hagmann für seinen 20-jährigen Einsatz gebührend gedankt. Er übernahm im Jahre 1999 die Redaktion des gelben Blattes und machte den Dorfkalender zu einem informativen Medium, das heute in den meisten Kappeler Haushaltungen nicht mehr wegzudenken ist. Alle zwei Monate wird die Bevölkerung von der FDP über aktuelle Anlässe, Geburtstage, Abstimmungen und wichtige Termine informiert. Im nächsten Jahr feiert der Dorfkalender der FDP sein 40-jähriges Jubiläum. Ein Grund genug auch dem Nachfolger in der Person von Andreas Lack gutes Gelingen zu wünschen. Martin Fessler wurde von der Präsidentin mit grossem Dank für seinen 22-jährigen Einsatz für die FDP Kappel und unter Applaus der Teilnehmer mit einem schönen Geschenkkorb aus dem Amt verabschiedet. Er blickte mit Freude auf seine Tätigkeiten zurück und wünscht der FDP Kappel und seiner Nachfolgerin weiterhin viel Erfolg und Beständigkeit.

Martin Fessler informierte im Anschluss der Versammlung über die laufende Abstimmung der Steuervorlage und die kommenden Parlamentswahlen im Herbst 2019. In Abwesenheit des Gemeinderates streifte er auch aktuelle Gemeindegeschäfte und den zu erwartenden Überschuss in der Gemeinderechnung 2018. Aus dem Mitgliederkreis war auch dann der interessante Zusammenhang zu hören, dass der grosse Leerwohnungsbestand in unserer Gemeinde auch mit dem aktuellen Steuerfuss von 122% zusammenhängen könnte. Es wurde angeregt den Steuerfuss unter 120% zu senken, damit die Gemeinde Kappel als Wohngemeinde wieder attraktiver wird. Dies sollte bei einem positiven Rechnungsergebnis doch durchaus möglich sein. Die Mitglieder kritisierten auch den Zustand der Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde, da weder Informationen wie Zeitungsartikel oder aussagekräftige Gemeinderatsprotokolle existieren, die über die Geschäfte und Informationen aus dem Gemeinderat informieren. Diese Anregungen aus dem Teilnehmerkreis wird die FDP mit ihrem Gemeindevertreter und den dafür zuständigen Stellen weiterverfolgen.

Text: Martin Fessler; Foto: zvg