Thalheim (AG)

Gemischter Chor Thalheim singt

megaphoneLeserbeitrag aus Thalheim (AG)Thalheim (AG)

EW: Am Samstagabend und am Sonntagnachmittag hat sich trotz Sonnenschein und Fasnacht die Turnhalle von Thalheim gefüllt. Männiglich freute sich auf ein vielversprechendes Programm, schliesslich gibt es den Gemischten Chor schon seit 30 Jahren. Mit Trommelschlägen kamen klatschend die kleinen und grossen Sänger von allen Seiten auf die Bühne marschiert. Live is life. Nun singt die Singschar mit 28 Kids alleine sechs Lieder, die sie teils selber auswählen durften, Bligg, Schwiizergofe und andere Ohrwürmer, die viel Beifall brachten. Müend mer eigentlich de ganz Obe elleige schmeisse oder wo sind die Grosse? fragte ein Bueb? Nein die Chor- Sänger kommen, miteinander gehts weiter mit dem rassigen Kanon „Singing all together“. Nun dürfen die Kids in den unteren Stock und spielen.

Früher sangen die Männer und Frauen getrennt, aber seit 30 Jahren ist es ein gemischter Chor und dank Jolanda Wettstein, einer begabten Dirigentin gibt es ein unterhaltsames Liederprogramm zu hören. Dreissig Jahre ist noch nicht so alt, aber  „ Du kannst nicht immer siebzehn sein“. Dieser alte Schlager von Chris Roberts ist ein müpfiger Auftakt für die nächsten Lieder. Die Schäferin und der Kuckuck von Hermann Suter – ja dieser Gugger musste sehr viel guggere bis er am richtigen Ort sass, erzählte die Dirigentin. Mit „Amoi segn wir uns wieder“ vom Gabalier, arrangiert vom Lorenz Maierhofer denkt der Chor an die verstorbenen Aktiv- und Passivmitglieder in diesen 30 Jahren.

Dieses Jahr haben die Sänger nicht nur Verstärkung vom Pianist Daniel Burri aus Zürich, sondern noch zwei Jungs an der elektrischen Gitarre und am Schlagzeug. Sie begleiten auch das Heaven von Gotthard. Andreas Greutert singt darauf als Solist „All of me“ vom John Legend und erhält einen grossen Applaus dafür. Nun steht der Chor verkehrt auf der Bühne und kehrt sich erst beim „Hallo, wie gehts“ um. Es ist das Lied vom Oliver Gies „Nette Begegnung“. Nach dem bekannten „Louenensee“, arrangiert vom Mario Thürig kommen die Kids wieder auf die Bühne. Zusammen bezeugen sie ihre Liebe zum Dorf und singen zwei Strophen vom Thalner Lied und „Heitere Fahne“ vom Trauffer.

Nach der Pause, geht der Vorhang auf für das Lustspiel in einem Akt „ Bsuech vom Land“.Eine lustig gemütliche Stunde wartet auf alle: Claire, eine Kunsthändlerin will einer Chinesin ein teures Kunstobjekt verkaufen. Die reiche Käuferin kommt das Objekt persönlich abholen und möchte dabei eine typische Schweizerfamilie, das Land Schweiz und ihr Brauchtum kennenlernen. Kurz vorher taucht der Kusin von Claire mit seiner Tochter „Bsuech vom Land“ auf. Die Zwei zeigen der Chinesin auf ihre Art wie sie leben in der Schweiz: von der frischen Kuhmilch über das Jodeln bis zum Hornussen. Die Chinesin ist hoch erfreut über alles, lehrt sogar den rrr zu rollen, erlebt eine Kuh-Geburt und kauft ihnen für eine halbe Million die alte rostige Karrette ab – ein Kunstobjekt der besonderen Art. Heinz Däster der Bauer, Christine Deubelbeiss seine Tochter. Regine Zbinden die Kunsthändlerin, Ruth Frei ihre beste Freundin und Alexandra Wegmüller die Chinesin – alle haben ihr Bestes gegeben und haben die Lacher begeistert.

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