AUSSTELLUNG IM NÄIJEREHUUS

  1. bis 23. März 2016

Franziska Leuppi, Öl-Malerei, Tusche-Zeichnungen

Norbert May, Aquarelle

Regula Helfenstein stellte die beiden an der Vernissage, die von über 80 Gästen besucht wurde, vor. Andi, Christian und Berti umrahmten die Eröffnung der Ausstellung mit musikalisch „Improvisiertem“.

Franziska Leuppi und Nobert May wohnen in Solothurn – einen Steinwurf voneinander entfernt; aber erst durch ihre Ausstellungs-Arbeit fürs NäijereHuus lernten sich die beiden kennen.

Franziska Leuppi wurde 1968 in Zuchwil geboren, sie wuchs dort auf. Ihre Bilder sind fast alle in Ölfarbe, zum Teil grossformatig, auf Leinwand gemalt. Diese Technik pflegt sie seit drei Jahren sehr intensiv. In der Ausstellung findet man aber auch Tuschzeichnungen.

Franziska Leuppi zeichnete schon immer, auch als Kind. Papier, Blei- und Farbstifte waren ihre ständigen Begleiter. Wartezeiten waren für sie kein Problem, sie zeichnete und malte. Ihre erste Berufsausbildung zur Porzellanmalerin war deshalb eine logische Folge. Weil es schwierig war auf dem Beruf weiter zu arbeiten – die Porzellanfabrik in Langenthal verlegte den Produktionsstandort ins Ausland - machte sie eine Zweitausbildung als Floristin; auch das war kein Zufall. Ihr Herz schlägt für die Schönheit der Natur. Sie lässt sich für den Umgang mit Formen und Farben durch die vielfältige Blumen- und Pflanzenwelt leiten. Hier findet sie die Inspirationsquelle für ihre Malerei.

Heute arbeitet sie als Sozialpädagogin im Wohnheim Wyssestei im Kreativatelier. Sie sagt: Im täglichen Umgang mit verschiedenen Menschen lerne ich viel über mich und meine Tätigkeit. Die Malerei empfinde ich als grosses Geschenk.

Norbert May wurde 1936 in Trier, in Deutschland, geboren. Als junger Mann machte er eine Ausbildung zum Gold- und Silberschmied. Anschliessend besuchte er im Geburtsort eine Werkkunstschule und in München die Kunstakademie. Er war von 1951 bis 1978 im Werkstattatelier in Trier tätig und lebte gleichzeitig als Mönch in der Abtei Sankt Matthias.

Seit 1980 ist er wohnhaft in Solothurn, bis 2006 arbeitete er als Goldschmiedin seinem Atelier in den Gebäuden des Klosters Namen Jesu. Norbert May zeichnete während seiner Berufszeit als Goldschmied viel. Von all seinen Werken machte er eine Zeichnung. Es war der Ansichtskatalog für seine Kunden. Wenn man zu ihm ging, um sich ein Schmuckstück anfertigen zu lassen, konnte man all diese Zeichnungen betrachten und damit die eigenen Wünsche konretisieren. Gegen Ende seiner Berufstätigkeit kam für Norbert May eine Phase, wo er zunehmend mit Farben zu arbeiten begann. Es entstanden Stein- und Mineralienmosaike. Zur Aquarell-Malerei kam Norbert May über die Klinik Arlesheim. Nach einer Krebserkrankung und zwei Operationen wurde er dort stationär behandelt. Er besuchte dort bei Christina Mösch ein Therapie-Angebot mit Schwerpunkt Malen und Modellieren. Die Begleitung von Frau Mösch war für ihn sehr wertvoll: sie motivierte, ermutigte und unterstützte seine Malarbeit. Er sagt zu seinen Bildern: Ich bleibe an etwas hängen, ich staune und versuche es festzuhalten. Die Aquarelle zeige ich nun, damit andere Leute an meinem Staunen teilhaben können und ich dieses Glück mit ihnen teilen kann.

Öffnungszeiten der Galerie: Sa/So 14 – 17, Mi 15 – 18, Fr 18 – 20 Uhr

07.03.2016 - gsh