Kappel (SO)

Die Problerme der Corona-Entscheidungen

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Entscheide sind wichtig, denn sie leiten unser Handeln in eine bestimme Richtung.

Sei es die Entscheidung einer Berufswahl. Sei es die Entscheidung ob wir Schutzmasken tragen oder nicht.

Entscheide treffen wir auf Grund von gesammelten Fakten, aus Erfahrungswerten oder nach unserem Bauchgefühl.

Je wichtiger der Entscheid, desto mehr Entscheidungsgrundlagen versuchen wir zu sammeln um eine möglichst fundiere Entscheidung zu treffen. Geht es um Leben und Tod sind Entscheide besonders heikel und können auch Konsequenzen für den Entscheider haben.

Müssen diese wichtigen Entscheide zudem aufgrund einer unklaren Faktenlage getroffen werden, stehen wir vor einer herausfordernden und heiklen Aufgabe, insbesondere wenn es die ganze Bevölkerung trifft, wie beim Covid-19.

Hier kommen dann noch die Experten ins Spiel. Sie haben aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung ein grosses Fachwissen.  Aber ohne vorliegende Studien zu Covid-19 können auch sie vieles nur mutmassen. Beginnen sich die Experten dann noch zu widersprechen, wird die Aufgabe der Entscheidungsträger noch schwieriger.

In diesem Zusammenhang hat sich bereits unser Solothurner Bundesrat Willi Ritschard wie folgt geäussert:

"Widersprich nie einem Experten, warte immer solange bis er es selber macht…"

In diesem Umfeld muss der Bundesrat seine Entscheide nach bestem Wissen und Gewissen fällen. Dass dabei auch Fehler passieren, insbesondere wenn laufend neue Erkenntnisse aus der Expertenwelt eintreffen, erklärt sich von selbst.

Der Bundesrat hat die wichtigsten Weichen richtig gestellt und so konnte die erste Welle der Corona-Krise gut bewältigt werden. Dabei darf nicht vergessen gehen, dass die Schweiz (prozentual zur den Einwohnern) mit zu der weltweit am stärksten betroffenen Bevölkerung gehört. (Rang 4)

Wie bei jedem wichtigen Entscheid gibt es im Nachhinein immer Besserwisser. Insbesondere in der Covid-19 Debatte schiessen sie wie Pilze aus dem Boden, denn hier liegt ein Nährboden auf welchem man sich ohne Verantwortung zu tragen, profilieren kann.

Auch wenn der sehr schwierige Weg zurück in die Normalität etwas holprig ist, danke ich allen Entscheidungsträgern, wie sie mit ihrer grossen Verantwortung und unter stetem Beschuss der Besserwisser-Heckenschützen, ihre Aufgabe standhaft und gut bewältigen.

Peter Zbinden, Kappel

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