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Corona verändert den Sporttag

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Ein Artikel von Mario Jakovljevic und Dario Petrolo, Klasse B1b der Bezirksschule Brugg

Noch immer verändert der Corona-Virus unseren Alltag – so auch den diesjähreigen Sporttag der Bezirksschule Brugg: Statt ein Halbtag wurden eine Einzel- und eine Doppellektion draus. 

Sport ist das, was uns bewegt, deswegen entschied man sich, den Sporttag «trotz allem» durchzuführen. Wie ursprünglich geplant, fand er in der 38. Woche statt – allerdings in etwas anderer Ausführung.  

Für die Schülerinnen und  Schüler der 8. und 9. Klasse war es sehr speziell, für die neuen 

Siebtklässlerinnen und Siebtklässler hingegen ganz normal, weil es ihr erster Sporttag an der Bezirksschule Brugg war. 

Am Dienstag fand für das gesamte Schulhaus die erste Disziplin statt, der Brügglilauf, die wahrscheinlich meist gehasste Disziplin von allen. Es gab drei Gruppen, schnell, mittel und langsam.  

Die erste Gruppe rannte mit vollem Elan los, nach fünf Minuten kam dann die zweite Gruppe dran. Zu diesem Zeitpunkt hatten alle aus der ersten Gruppe ihre erste Runde gemeistert. Während sie am 

Start der 2. Runde vorbeirannten, wurden sie von den anderen angefeuert und bejubelt. 

Als die Schülerinnen und Schüler mit dem Lauf fertig waren, waren sie völlig ausser 

Puste, aber es hatte sich gelohnt: Viele konnten gar ihre persönliche Bestleistung bringen! «Ich kann nicht mehr», sagte ein Junge ganz ausser Atem und legte sich auf den Boden. 

Am Donnerstag- beziehungsweise Freitagnachmittag fanden die drei restlichen Sportdisziplinen statt, Ballwurf, Sprint und Hochsprung. Normalerweise findet der Wettkampf an einem Nachmittag statt, an welchem alle Bezlerinnen und Bezler gleichzeitig um Sekunden und Meter respektive Ruhm und Ehre kämpfen. Nicht so dieses Jahr: Während die Zweit- und Drittklässler hintereinander am Donnerstagnachmittag drankamen, waren die Erstklässler am Freitagnachmittag an der Reihe.

Jede Klasse bekam eine andere Anfangsdisziplin zugeteilt. Wenn man mit einer Disziplin fertig war, konnte man zur nächsten gehen. Die Klasse B1b begann mit dem Ballwurf. Für die Mädchen lief es recht gut im Gegensatz zu den meisten Jungs. «Zeig den Jungs, dass wir besser sind als sie», rief ein Mädchen seiner Freundin zu und posierte stolz. Mit sage und schreibe 49 Metern gelang aber am Ende doch einem Knaben, nämlich Lukas Ellenberger, der weiteste Wurf des Tages.

Später ging es mit dem 60-Meter-Sprint weiter. Manche müssen den Start noch üben: Es gab einige Fehlstarts...

Beinahe ereignete sich noch eine kleine Sprint-Tragödie: Adriel Irwanto, einer der schnellsten Erstklässler, musste ganz am Schluss ein zweites Mal rennen, weil ihn das Messgerät nicht gemessen hatte.

«Das Messgerät hat dich wieder nicht gemessen», sagte die Lehrerin überrascht. 

«Was?!», rief der Junge entsetzt. Daraufhin beruhigte ihn die Lehrerin:«Dafür habe ich deine Zeit mit der Stoppuhr gemessen.» Auch sie schien erleichtert und notierte sich schnell sein Resultat. 8.09 Sekunden – die schnellste an diesem Tag gemessene Zeit! Man sah an den Augen des Jungens, dass er stolz darauf war.

Zum Abschluss blieb noch der Hochsprung... Da konnte man die Nervosität den Schülerinnen und Schülern richtig anmerken. Die Aufregung wirkte eher kontraproduktiv und so brachten die meisten zum Schluss des Sporttags keine sehr gute Leistung zu Stande. Trotzdem konnte man bei einigen sehen, wie schön sie durch die Luft flogen. 

 Am Schluss des Sporttags waren die meisten Schülerinnen und Schüler wie auch die Lehrpersonen im Grossen und Ganzen zufrieden und erleichtert, dass auch dieser etwas spezielle Sporttag gut über die Bühne gegangen war.

Zur Krönung folgte am Mittwoch der Folgewoche in der 10-Uhr-Pause die Rangverkündigung. Alle Schülerinnen und Schüler warteten gespannt. Unter anderem wurden zwei 20-jährige Rekorde gebrochen: Kristijan Stankovic, einem Neuntklässler, gelang mit 7.23 eine neue Brügglilauf-Bestzeit, die noch lange Bestand haben dürfte. Und seine Klassenkameradin, Nina Wernli, war den Ball so weit wie noch keine vor ihr: 45.70 gilt es nun zu schlagen... Die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Sporttags waren: Ailina Heiler und Elias Bühlmann (7. Klasse), Ronja Killer und Menduri Cavigelli (8. Klasse) sowie Fabienne Geissberger und Kristijan Stankovic (9. Klasse). Als Preis bekamen sie einen Turnsack und Schokobonbons. Viele der Siegreichen zeigten sich spendabel und so machten die Schokobonbons bald die Runde... Der Spezialsporttag 2020: eine rundum erfreuliche Sache.

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