Olten

Bergwandergruppe Olten - Wanderung vom Gigerwald-Staudamm zur Walsersiedlung St. Martin

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Gruppenfoto vor dem Walserkirchlein St. Martin

Gruppenfoto vor dem Walserkirchlein St. Martin

Bergwandergruppe Olten

Wanderung vom Gigerwald-Staudamm zur Walsersiedlung St. Martin

Genau vor einem Jahr rekognoszierten unsere Wanderleiter Helena und Werner Studer im Calfeisental die heutige Wanderung. Mit der Bahn nach Bad Ragaz und dann mit dem Postauto gefühlte 3000 Kurven bis zur Staumauer des Gigerwaldsee, nach rund drei Stunden erreichten wir unser Ausgangsziel.

Der Gigerwaldsee wird durch eine imposante Staumauer gebildet und gehört zum Hochdruckwasserkraftwerk der Kraftwerk Sarganserland AG. Beidseitig des Sees ragen schier unüberwindliche Felswände steil in den leider etwas verhangenen Himmel. Der Stausee ist im Bereich der Staumauer rund 70 Meter tief.

Nach einer Stunde wandern erreichten wir die alte Walsersiedlung St. Martin. Kolonisten aus dem Oberwallis machten sich hier um 1312 über die unwegsame „Trinserfurka“ kommend sesshaft. Sie erbauten das heute noch bestehende Kirchli unter dem Patronat des Heiligen Martin. Der Pfarrer kam damals regelmässig aus dem Weisstannental zu seinen Schäfchen. Bis 100 Personen bewohnten und bewirtschafteten das Gebiet. Um 1652 zogen die letzten Bewohner, die Messmerfamilie Sutter, aus dem Kraftort St. Martin weg. Heute steht aus dieser Zeit nur noch das Messmerhaus, heute die Wirtschaft, und das Kirchli. Das kleine Gebeineabteil im Kirchli soll früher auch Knochen von im Tal wohnenden Riesen beherbergt haben. Diese verschwanden angeblich mit den Riesen aus dem Tal.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter ins Taminatal hinauf. Eine wilde und bei Schlechtwetter nicht ungefährliche Gegend lag vor uns. Vor etwa 2 Wochen mussten das vier Canyoning-Abenteurer erleben und mit ihrem Leben bezahlen. Steil abfallende Hänge, in die Tamina abrutschende Waldstücke und tonnenweise Geröll bis hin zu riesigen Felsblöcken zeigen auf, wie brutal hier die Natur bei Unwettern sein kann. Tausende Baumleichen säumen das Ufer der wilden, am Wandertag aber harmlos dahin plätschernden, Tamina.

Bei der Essenspause herrschte eine ehrfürchtige Stille, wohl der überwältigenden Natur und ihrem unbändigen Wirken geschuldet. Nach einer Stunde erreichten wir dann wieder St. Martin und genehmigten uns in der kleinen aber feinen Wirtschaft Kaffee und Kuchen. 24 Wanderinnen und Wanderer erlebten einen beeindruckenden Wandertag.

Programm und Information: www.bergwandergruppe-olten.ch

Auskünfte unter 079 570 05 02 oder wernerstu@bluewin.ch

Walter Mägerli

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