Oensingen

Abschied nach 18 Jahren ref. Kirchgemeinderatspräsidium in Oensingen-Kestenholz

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Unter dem Motto „Leben und Lieben“ stand die Verabschiedung von Dora Nünlist aus ihrem Ehrenamt als Kirchgemeinderatspräsidentin am Sonntag, dem 19. Januar 2020. Seit 2001 hatte sie 18 Jahre lang das Gesicht der Reformierten Kirchgemeinde Oensingen-Kestenholz massgebend geprägt und mit ihrem grossen Engagement zum Blühen gebracht. Auf ihr Konto gingen viele Umbauten wie der Neu- und Umbau des Kirchgemeindehauses, die Gestaltung des Begegnungsplatzes hinter der Kirche, die Erneuerung der Kirchenfenster wie auch der kürzlich erst fertiggestellte Anbau eines Materialraumes am Kirchenschiff. Mit Esprit und Herzblut hat Dora Nünlist das Kirchenleben der Reformierten in Oensingen und Kestenholz entscheidend beeinflusst. Es ist auch ihr Verdienst, dass fast täglich in der Kirchgemeinde ein abwechslungsreiches Programm angeboten wird, das in seiner Vielfalt vom offenen Tanzen bis zum Bibelkurs zur Pflege der körperlichen und geistigen Fitness reicht.

Besonders die Ökumene lag der langjährigen Präsidentin immer am Herzen. Sowohl in Oensingen wie auch in Kestenholz begegnen sich die Konfessionen mit Respekt und Wertschätzung zum Beispiel im Schlossgottesdienst auf der Neu Bechburg oder im Waldgottesdienst im Rosschwanz. Auch lebt die Ökumene in gemeinsamen Anlässen wie den ökum. Suppentagen und den seit 2014 angebotenen Seniorenferien und natürlich im Alltag in den gemischtkonfessionellen Familien. Selbstverständlich werden auch die regelmässigen Gottesdienste im Alterszentrum Roggenpark und in der VEBO sowie die Wahlkurse für die Oberstufe in ökumenischer Zusammenarbeit angeboten.

Auch für unkonventionelle Ideen hatte Dora Nünlist stets ein offenes Ohr, was sich z. B. in dem reichen Gottesdienstangebot der Kirchgemeinde zeigt. Da finden sich auf dem jährlichen Gottesdienstplan nebst den 11 vor 11-Familiengottesdiensten ein Töff-Gottesdienst im Frühjahr, ein Allianzgottesdienst in der Allianzwoche, ein Szenengottesdienst am Kirchenfest am Bettag, ein Butschauto-Gottesdienst am Zibelimäret, ein Adventsgottesdienst am Weihnachtsmarkt und vieles mehr. Die Kinder und Jugendlichen kommen im Kindernachmittag, im Religions- und Konfirmandenunterricht und bei den Jugendabenden auf ihre Kosten.

Stets hielt Dora Nünlist das Kirchenschiff mit Weitblick in ruhigem Gewässer auf Kurs. Nach 18 Jahren übergibt sie nun das Steuer in neue Hände und gewinnt damit etwas mehr Zeit für ihr grosses Hobby, das Reisen. Dass sie der Kirche in den verschiedenen Teams als Freiwillige oder als aktive Veranstaltungsbesucherin erhalten bleibt, ist ihr wichtig, koordiniert sie doch vor allem die Teams von Suppentag und Chumm, los und lueg erfolgreich seit vielen Jahren und ist beim offenen Tanzen, im Pauluschor und im Besuchsteam aktiv mit dabei. So wurde sie denn auch am Ökumenischen Gottesdienst vom 19. Januar damit als Kirchgemeinderatspräsidentin verabschiedet, dass das Pfarrteam sie aufs Velo setzte und die Kirchgemeinde sie mit einer speziellen Version des Liedes „s’Dorli isch mim Velo do“ zum weiterstrampeln animierte. Zur Ehrung erhielt die scheidende Präsidentin als Geschenk ein Bild mit Motiven der Reformierten Kirche hinter Plexiglas, das von der Künstlerin Judith Sauthier extra angefertigt worden war. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen die gemeinsam singenden Chöre, der kath. Kirchen- und den ref. Pauluschor, geleitet von Rudolph Schuhmacher und Cécile Göbel. Pfarrer Charles Onuegbu hielt die Predigt und Pfarrerin Yvonne Gütiger gestaltete die Liturgie. Mit „Standing Ovations“ jubelten die Besuchenden Dora Nünlist zu und blieben noch lange auf einen Schwatz beim anschliessenden Apèro im Kirchgemeidehaus.

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