Zolli Basel
Neue Schildkrötenarten sind auf einer frisch renovierten Anlage eingezogen

Fünf Schildkröten sind auf dem ehemaligen Nagerfelsen im Basler Zolli eingezogen. Die Anlage wurde so umgestaltet, dass sie auf die Bedürfnisse ihrer neuen Bewohner abgestimmt ist.

Aimee Baumgartner
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Eine der Breitrandschildkröten im Zolli.

Eine der Breitrandschildkröten im Zolli.

Zoo Basel

Die Erdmännchen haben neue Nachbarn. Nach einer Umbauphase sind auf der gegenüberliegenden Anlage fünf Schildkröten eingezogen, schreibt der Basler Zolli in einer Mitteilung vom Mittwoch. Neu leben auf dem ehemaligen Nagerfelsen zwei sechsjährige männliche Westliche Griechische Landschildkröten und drei männliche Breitrandschildkröten im Alter zwischen neun und 32 Jahren. Sollte sich die Haltung auf der neuen Anlage bewahren, sei es nach Angaben des Zollis geplant, noch weitere Schildkröten der gleichen Arten dazu zu holen.

Breitrandschildkröten können eine Panzerlänge von bis 40 Zentimeter erreichen, dadurch sind sie die grösste Schildkrötenart Europas. Wie die Westlichen Griechischen Landschildkröten sind auch die Breitrandschildkröten in Griechenland anzutreffen. Zudem gibt es diese Schildkrötenart auch im südlichen Albanien und auf Sardinien, wohin sie wahrscheinlich in der Antike durch Menschen verschleppt wurden.

Der ehemalige Nagerfelsen wurde extra umgebaut.

Der ehemalige Nagerfelsen wurde extra umgebaut.

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Der steinige Moden und die Pflanzen sollen den natürlichen Lebensraum der Schildkröten imitieren.

Der steinige Moden und die Pflanzen sollen den natürlichen Lebensraum der Schildkröten imitieren.

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Beide der auf dem ehemaligen Nagerfelsen wohnhaften Schildkrötenarten verbuddeln ihre Eier etwa fünf bis zehn Zentimeter tief im Sand. Die Westlichen Griechischen Landschildkröten legen jeweils drei bis fünf Eier an einem Ort, bei den Breitrandschildkröten können es bis zu 15 Eier sein. Nach 55 bis 70 Tagen schlüpfen die Jungtiere – abhängig von der Bruttemperatur. Die Umgebung hat auch einen direkten Einfluss auf das Geschlecht der Tiere. Bei höheren Temperaturen werden vorwiegend weibliche, bei niedrigen Temperaturen vorwiegend männliche Tiere geboren.

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