Zolli Basel
Das Impfen im Zolli ­ist eine relativ grosse Herausforderung

Gegen Corona werden die Tiere im Zolli Basel nicht geimpft. Ganz unabhängig davon haben sie aber eines gemein: Sie sind Impfskeptiker.

Lea Meister
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Gerade bei Afrikanischen Wildhunden braucht es ein klar strukturiertes Impfprinzip, da man sie kaum voneinander unterscheiden kann.

Gerade bei Afrikanischen Wildhunden braucht es ein klar strukturiertes Impfprinzip, da man sie kaum voneinander unterscheiden kann.

Zoo Basel

Was bei Menschen eine Spritze tut, vollzieht der Zootierarzt mit dem Blasrohr. Wenn der Tierarzt das Blasrohr zückt, werden die Zollibewohnerinnen und Bewohner meist schon ganz unruhig. Verständlich, uns Menschen geht es ja kaum anders.

Nur wenige Tierarten können im Zolli Basel geimpft werden, denn für die meisten Zootiere gibt es gar keine Impfstoffe. So müssen Zootierärzte auf Impfstoffe aus der Haustiermedizin zurückgreifen. Schneeleoparden, Löwen und Geparden werden also mit Katzenimpfstoff gegen Katzenseuche geimpft, Zebras und Wildesel erhalten die Starrkrampf-Impfung für Hauspferde.

Impfen mit Paintballkugeln

Beim Afrikanischen Wildhunde-Rudel kann es beim Impfszenario schon einmal zu Problemen kommen, berichtet der Zoo Basel. So sind die braun-schwarz-weiss gefleckten Tiere kaum unterscheidbar, weshalb das Tierärzte-Team eine Kennzeichnungs-Methode austüfteln musste, um die Tiere nicht doppelt zu impfen: Auf die Kanüle am Blasrohrpfeil setzt man eine Paintballkugel, die beim Impfen dann einen bunten Fleck am Tier hinterlässt.

Selten gibt es auch massgeschneiderte Impfungen. So beispielsweise bei den Kleinaffen, die gegen eine infektiöse Darmerkrankung mit einem extra für sie hergestellten Impfstoff aus dem Labor geimpft werden.

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