Basler Fasnacht

Tausende Binggis ziehen durch die Basler Innenstadt

Am Donnerstagabend fand in Basel ein grosser Kinderumzug statt.

«Astronauten!» «Bauarbeiter!» «Ui, eine Gugge!» Vor dem Basler Münster wippt ein Bienenschwarm zum angestimmten «The Lions Sleep Tonight» und schwenkt die selbstgemalten Blumen. Die Kinderschar gehört zum Theodorsschulhaus. Heute, an der Basler Schuelfasnacht in der Innenstadt, spielen sie das Sujet Biodiversität aus. Die Kleinsten sind Urban Gardener, dann kommen Bienen; die Grösseren laufen als Ozean. Dazwischen versuchen die Lehrerinnen im Imker-Kostüm, die Gruppe beisammen zu halten. Das klappt recht gut, nur die Drittklässer - sie laufen als rote Käfer - haben es nicht mehr zum Yystoo auf den Münsterplatz geschafft. Die Druggedde war schlicht zu gross. Von der Primarstufe Theodor nehmen gegen 400 Kinder und Jugendliche teil. Insgesamt sind es wohl über Zehntausend. Zwischen jeder Schule läuft eine Clique oder Gugge mit. 

«Wir sind selber wahnsinnig aufgeregt», erzählt Primarlehrerin Andrea Kaufmann. Kein Wunder: Seit Weihnachten basteln die Schülerinnen und Schüler an ihren Larven und Kostümen. Der Zug sieht super aus, das wissen auch die Kinder. Viele haben schon lange vor dem Ablaufen die Larve aufgesetzt. Sicher ist sicher. 

BVB Betriebsänderung aufgrund Schuelfasnacht

BVB Betriebsänderung aufgrund Schuelfasnacht

«Er hat sich als Regierungsrat verkleidet»

Die Vordersten verfolgen gespannt den Kinder-Cortège. Auch viele Eltern und Grosseltern säumen den Strassenrand. «Ah schau, er hat sich als Regierungsrat verkleidet», sagt ein Passant, während Erziehungsdirektor Conradin Cramer vorbeiläuft. Er hat schon einige Räppli abgekriegt zum Dank dafür, dass das ED geholfen hat, den Anlass zu organisieren. Zum Organisationscomité gehören auch Vertreter aus dem Fasnachtscomité, schliesslich ist so ein Massen-Kinderauflauf beste Werbung fürs Brauchtum.

«So, wem hängen jetzt noch die Fühler ins Gesicht?» ruft Kaufmann ihre Klasse. Es ist höchste Zeit für die letzten Retuschen, in fünf Minuten ist Abmarsch. Damit der Cortège der Dreikäsehochs reibungslos funktioniert, muss alles genau nach Plan verlaufen. Zwanzig vor sechs. Der Münsterplatz ist fast leer, als sich der Tross vom Theodorsschulhaus in Bewegung setzt. Vor den Kindern stolzieren die «Rhyschnoogge», Trommelwirbel, dann biegen mehrere dutzend Bienen, Gärtner, Fische und dazwischen stolze Imkerinnen in die Rittergasse ein.

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