Musikjahr 2020

«Sichtbar machen, was es schon gibt»

Symbolbild

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Sonja Kuhn vom Amt für Kultur stellt eine neue Plattform für regionales Musikschaffen vor.

Noch ist vieles nicht ganz spruchreif – zum Beispiel der Name der auf Hochtouren geplanten Website. Doch das Konzept steht, und Sonja Kuhn, Co-Leiterin Amt für Kultur, ist die Begeisterung für ihr neues Projekt beim gestrigen Pressegespräch anzumerken.

Dem «reichhaltigen regionalen Musikschaffen», so Kuhn, soll mit der auf Ende März geplanten Plattform zu mehr Visibilität verholfen werden. Hierzu hat das Amt für Kultur bereits im vergangenen Spätsommer mit Frederick Dürr und Nicolas Schmutz zwei Fachleute ins Boot geholt. Anders als die Event-Site denkmal.org, bei der Dürr und Schmutz involviert sind, soll die neue Website jedoch keine Agenda werden. «Um sämtliche Musikveranstaltungen der Region zu erfassen, fehlen uns schlicht die Ressourcen», begründet Kuhn diesen Entscheid. Zudem sollen die bestehenden Angebote nicht konkurrenziert werden.

Die anlässlich des «Musikjahr 2020» ins Leben gerufene Plattform wird drei Bausteine haben: Zum einen werden musikalische Grossveranstaltungen in Basel angekündigt, zum anderen ist eine umfassende Liste mit Musiklocations der Stadt in Arbeit. Den grössten Teil des Inhalts wird ein Index ausmachen, der auf bestehende Artikel zum regionalen Musikschaffen verlinkt.

Aufbrechen der starren Genre-Grenzen

So sollen Vorschauen und Besprechungen gleichermassen Platz finden wie Analysen zur Kulturpolitik oder zur Infrastruktur. Diese Inhalte werden zu grössten Teilen via Link von regionalen Musikjournalisten stammen, so Kuhn: «Auch hier wollen wir sichtbar machen, was es schon gibt.»

Dass das Amt für Kultur mit der Website einige Punkte aufgreift, die unlängst von der IG Musik BS (vormals: IG für breitere Musikförderung) gefordert wurden – verbesserte Kommunikation oder Aufbrechen der starren Genre-Grenzen –, sei ein erfreulicher Zufall. Jedoch sei bereits ein Treffen mit Vertretern der IG geplant, um Möglichkeiten zur Zusammenarbeit auszuloten.

Als gleichermassen unüblich wie spannend betrachtet Kuhn die Idee, dass die Plattform nicht starr gestaltet ist: «Wir wollen auf die Vorstellungen der Nutzer eingehen.» Und Schmutz ergänzt: «Das Projekt ist agil.»

Gerne wäre man bereits zum Jahresbeginn mit einer ersten Version an die Öffentlichkeit gegangen, gibt das Team bereitwillig zu. Doch seien die für die Umsetzung notwendigen Gelder erst im Dezember gesprochen worden. Die Kommunikationsoffensive rund um die neue Plattform und das «Musikjahr 2020» wird vom Swisslos-Fonds mit 120 000 Franken unterstützt.

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