Kommentar
Burgfrieden und Bauernopfer

Warum es richtig und vernünftig ist, dass der FC Basel an seinem Trainer Patrick Rahmen festhält. Ein Kommentar.

Christoph Kieslich
Christoph Kieslich Jetzt kommentieren
Drucken
Basels verlängert mit Cheftrainer Patrick Rahmen.

Basels verlängert mit Cheftrainer Patrick Rahmen.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Gemessen an den strammen Tönen, die David Degen als Boss des FC Basel vor Weihnachten angeschlagen hat, sieht die rotblaue Welt eine Woche später geradezu einträchtig aus. Der FCB macht mit Patrick Rahmen weiter und stärkt seinem Cheftrainer mit einem Vertrag bis 2023 den Rücken. Zumindest symbolisch.

Erst noch weisen muss sich jedoch, ob die Analyse und die Schlüsse daraus mehr sind als ein Burgfrieden. Das kleine Bauernopfer Rahmens ist die Umbesetzung seiner Assistenten. Ein meinungsstarker Mann wie Boris Smiljanic jedoch, der den Schweizer Fussball kennt und weiss, wie Basel tickt, kann von Vorteil sein.

Die dunklen Tagen des FCB liegen noch gar nicht so lange zurück, als Rahmen im April 2021 von Ciriaco Sforza eine desolate Truppe übernommen hat; ein Meisterschaftsspiel hat er in der laufenden Saison verloren.

Die von Degen angeheizte öffentliche Debatte um Rahmens Position war unter diesem Licht unwürdig, und deshalb ist die Fortsetzung mit Rahmen eine richtige und vernünftige Lösung, die Kontinuität ausstrahlt. Und zwar nicht nur in Basel, sondern auch in Richtung Zürich und Bern.

0 Kommentare

Aktuelle Nachrichten