FC Basel
Liam Millar spricht über den möglichen Kanada-Coup: «Das wäre ein ganz grosses Ding»

FCB-Flügel Liam Millar spricht nach dem 4:2-Sieg gegen GC über seine Skorerqualitäten und den bevorstehenden Exploit, den er in seinem Heimatland Kanada erleben könnte.

Jakob Weber Jetzt kommentieren
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Liam Millar ist jetzt mit sechs Liga-, zwei Conference-League- und einem Cuptor der beste Torschütze des FC Basel.

Liam Millar ist jetzt mit sechs Liga-, zwei Conference-League- und einem Cuptor der beste Torschütze des FC Basel.

Claudio Thoma

Wissen Sie, wer aktuell der beste FCB-Torschütze ist?

Liam Millar: Ja, das weiss ich. Vor dem Spiel waren Valentin Stocker und ich gleichauf, jetzt bin ich es. (lacht)

Warum wurde es heute nach ihrem Führungstreffer wieder spannend?

Wir haben den Fuss etwas vom Gaspedal genommen. Aber wir haben Moral gezeigt und vor der Pause den wichtigen Ausgleich gemacht. Alles in allem, war es dann doch ganz gut.

Aber nicht so beeindruckend wie noch gegen Marseille.

Nein. Aber am Ende ist es egal, wie wir gewinnen. Wichtiger ist, dass wir gewinnen und momentan sind wir auf dem richtigen Weg. Drei Siege in Folge hatten wir schon lange nicht mehr.

Auf Sie warten spezielle Tage. Mit dem Nationalteam Kanadas können Sie sich für die WM qualifizieren. Was passiert, wenn das gelingt?

Es wäre sehr speziell, weil Kanada seit 1986 nicht mehr bei einer Fussball-WM dabei war. Das wäre ein ganz grosses Ding für das ganze Land. Aktuell sind wir zwar ungeschlagen und Erster, doch es bleiben noch drei Spiele, nach denen wir mindestens auf Rang 3 stehen müssen. Aber wir wollen natürlich ungeschlagen bleiben. Dann fahren wir nach Katar!

Was passiert, falls ihr das schafft?

Das ganze Land wird in Ekstase sein. Man merkt wirklich, wie sich der Fussball in Kanada verändert hat. Als ich begann, für die Nationalmannschaft zu spielen, spielten wir vor vielleicht 10000 Fans. Jetzt sind die Partien schon im Vorfeld ausverkauft. Das zeigt den Hype, den wir ausgelöst haben. Ich bin sehr stolz, Teil dieses Teams zu sein.

Wie ist das für Sie persönlich, heute mit dieser Ausgangslage ins Flugzeug zu steigen?

Ein sehr spezielles Gefühl. Ich freue mich immer, für Länderspiele zurück nach Kanada zu fliegen. Aber diesmal ist die Vorfreude noch grösser.

Sind Sie nicht müde von den vielen Flugstunden?

Natürlich ist das viele Reisen nicht einfach. Auch jetzt geht es von Toronto noch mal fünf Stunden nach Costa Rica und zurück, ehe es wieder nach Panama geht. Aber das bin ich ja gewohnt. Auch das gehört zum Fussball.

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