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Fast eine Million Besucherinnen und Besucher: Situation bei Basler Museen hat sich leicht entspannt

Schliessungen und Schutzmassnahmen machten den Basler Museen in den vergangenen Monaten zu schaffen. Trotzdem konnten sie ein leichtes Plus bei den Besucherzahlen verzeichnen.

Lea Meister
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Der Kanton Basel-Stadt hat am Donnerstag die Besucherzahlen des Jahres 2021 kommuniziert.

Der Kanton Basel-Stadt hat am Donnerstag die Besucherzahlen des Jahres 2021 kommuniziert.

Nightnurse Images Ag / Copyright David Chipperfiled Architects

931’336 Menschen besuchten im vergangenen Jahr eines der Museen im Kanton Basel-Stadt. Wie der Kanton am Donnerstag mitteilt, handelt es sich dabei um ein Plus von rund neun Prozent gegenüber dem Vorjahr.

41.6 Prozent aller Museumsbesuche verzeichneten die fünf staatlichen Museen. Die etwa 100'000 Eintritte der abgesagten Museumsnacht sind darin nicht enthalten. Der Kanton spricht von einer «erfreulichen Bilanz».

Es sei den Museen gelungen, den Menschen Erholung, Abwechslung und Inspiration in einer schwierigen Zeit zu bieten, wird Katrin Grögel, Leiterin der Abteilung Kultur, in der Medienmitteilung zitiert.

Weniger Touristen und Tagestouristen

Die Museumsarbeit habe im vergangenen Jahr viel Flexibilität und schnelles Reagieren erfordert. Insbesondere der Lockdown von Ende Dezember 2020 bis Ende Februar 2021 und die Zugangsbeschränkungen von Anfang März bis Ende Juni 2021 seien sehr einschneidend gewesen.

Im Vergleich zu 2019 seien ausserdem deutlich weniger Touristinnen und Touristen nach Basel gekommen, auch die Anzahl der Tagestouristen aus dem grenznahen Ausland habe abgenommen.

Führungen, Workshops und Konzerte waren wieder möglich

Ab April konnten wieder geführte Gruppen und ab Juni auch Workshops angeboten werden. 4'352 Klassen haben seither eines der Basler Museen als ausserschulischen Lernort genutzt, 28.4 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch hier lag der Fokus klar auf den staatlichen Museen als «temporäres Klassenzimmer».

2021 konnten ausserdem 3'604 Publikumsveranstaltungen wie Führungen, Workshops und Konzerte durchgeführt werden. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von 20.4 Prozent.

2022 könnte wieder mehr möglich sein

Regierungspräsident Beat Jans äussert sich dazu wie folgt: «Ich freue mich enorm über die rege Nachfrage im Vermittlungsbereich. Sie bestätigt, wie bedeutsam die Museen als zentrale Orte der Bildung, der kulturellen Vielfalt und emotionalen Stärkung sind. Indem sie zu diverser Meinungs- und Identitätsbildung einladen und unabhängiges Denken fördern, leisten die Museen auch Grossartiges in der Vermittlung demokratischer Grundwerte.»

Die Zahlen des Jahres 2021 lägen noch deutlich unter denjenigen des sehr starken Jahres 2019, es gebe aber Anzeichen dafür, dass 2022 wieder mehr möglich sein könne, heisst es in der Mitteilung des Kantons weiter.

Coronaregeln in Deutschland schwächten den Anstieg ab

Auch die sechs Museen in Augst, Liestal, Lörrach, Muttenz, Seewen und Weil konnten einen leichten Anstieg der Besucherzahlen verzeichnen. 196'967 Personen besuchten diese, 2.2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der niedrigere Anstieg sei auch auf das strengere Coronaregime in Deutschland zurückzuführen.