Münchenstein
Über hundert Baselbieter Lehrlinge schlossen mit Note 5,3 oder besser ab

Die Baselbieter Lernenden Ausgabe 2014 sind ein guter Jahrgang: Über 100 Coiffeusen oder Zimmermänner machten einen Abschluss mit einer Note 5,3 oder besser. Im Kuspo Münchenstein standen sie zurecht im Mittelpunkt.

Thomas Immoos
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Links die Prominenz, rechts die Angehörigen, in der Mitte die Tänzer und ganz hinten auf der Bühne die erfolgreichen Lernenden.

Links die Prominenz, rechts die Angehörigen, in der Mitte die Tänzer und ganz hinten auf der Bühne die erfolgreichen Lernenden.

Nicole Nars-Zimmer

Ein Laufsteg teilte die Kuspo Münchenstein am Freitag in zwei Teile. Auf der einen Seite sassen die Angehörigen und die Vertreter der Lehrbetriebe, auf der andern Seite die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wo aber waren die Hauptgäste, die Berufsleute, die ihre Ausbildung im Rang abgeschlossen hatten? Das Geheimnis lüftete sich, als eine Fanfare erklang und sich der Vorhang auf der Bühne zurückzog: Dort sassen die über 100 Rangierten und wurden mit Applaus begrüsst.

Christoph Buser, der Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, zeigte sich erfreut über die grosse Anzahl gut ausgebildeter Berufsleute. Wie sich die Wirtschaft im steten Wandel befinde, so habe man auch für diese Feier, die zum 22. Mal durchgeführt wurde, einen neuen Ablauf gewählt — und der bisherigen Prämierungsfeier einen neuen Namen gegeben: Lehrabschluss-Rangfeier. Die rangierten jungen Berufsleute wurden nach einem Reden-Reigen einzeln aufgerufen. Dann hatten sie am Anfang des Catwalks die Hände von prominenten Gratulanten zu schütteln, unter ihnen die Regierungsräte Anton Lauber und Thomas Weber. Es folgte ein Walk Richtung Christoph Buser und Andreas Schneider, dem Präsidenten der Wirtschaftskammer, die am andern Ende des Laufstegs warteten, um ihnen zu gratulieren und ein Foto mit ihnen machen zu lassen.

Berufswelt in dauerndem Wandel

Unter den gut rangierten Berufsleuten findet sich die ganze Palette der modernen Berufswelt: Informatiker, Mechatroniker, Polydesignerin und Polymechaniker etwa. Aber auch die traditionsreichen Berufe können auf ehrgeizigen Nachwuchs zählen. Im Rang befanden sich nämlich unter anderem auch frischgebackene Landwirte, Coiffeusen, Gärtner, Zimmermänner, Orthopädieschuhmacher, Maurer, Bäckerinnen sowie Fachleute Gesundheit und Betreuung.

In seiner Ansprache würdigte Christoph Buser das duale Bildungssystem der Schweiz. Dieses stelle sicher, dass der berufliche Nachwuchs gut gerüstet für den Beruf sei. Zudem biete er den jungen Leuten vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Crispino Bergamaschi, Direktionspräsident der Fachhochschule Nordwestschweiz, attestierte den Rangierten, über «eine gute Startposition für Ihre Weiterentwicklung» zu verfügen. Den Wert der Berufsmaturität betonte auch Heinz Mohler, der stellvertretende Leiter des Amts für Berufsbildung und Berufsberatung. Die KV-Lernende Céline Bonauer hob hervor, dass die Berufslehre eine «gute Alternative zu einer rein theoretischen Ausbildung am Gymnasium» sei. Und alle Rednerinnen und Redner gratulierten den rangierten zu ihrer guten Note.

Vergeben wurden zudem einige Sponsorenpreise. Sabina Aguilar von Mechtech betonte bei ihrer Preisvergabe, wie schwierig es sei, gute Berufsleute zu finden: «Die Polytechniker, die hier im Rang sind, können sich gleich bei mir melden», rief sie den jungen Leuten zu. Den Abschluss der Feier bildete der Berufsbildungs-Golden-Award, der zum dritten Mal verliehen wurde — an Dora Müller, die lange Jahre Rektorin der Berufsfachschule Gesundheit gewesen war.

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