Tenniken
Chilchacherkomitee kritisiert Stiftung Kirchengut Baselland harsch

Nach der Einsprache der Stiftung Kirchengut gegen den Gemeindeversammlungsbeschluss zur Pfarrmatte schlägt das Chilchacherkomitee verbal zurück.

Simon Tschopp
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Der Tenniker Chilchacher mit Kirche und Friedhof im Hintergrund.

Der Tenniker Chilchacher mit Kirche und Friedhof im Hintergrund.

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Das Chilchacher-Komitee übt in einem vierseitigen Papier scharfe Kritik an der Stiftung Kirchengut Baselland. Diese erhob Einsprache gegen den Entscheid der Tenniker Gemeindeversammlung vom 8. Februar, die sich deutlich für die Grünerhaltung der Pfarrmatte Chilchacher ausgesprochen hatte.

Das Komitee zeigte sich nach dem Versammlungsentscheid erfreut. Damit wurde die Umwandlung von der Zone für öffentliche Werke und Anlagen in eine Wohn- und Geschäftszone abgelehnt. Die Stiftung Kirchengut plante als Eigentümerin eine Wohnüberbauung.

«Kaum zu überbietende Arroganz»

Das Chilchacher-Komitee wirft der Stiftung vor, sie habe es nicht für nötig befunden, sich mit den Argumenten von Gutachten, welche die Grünerhaltung des Chilchachers empfahlen, auseinandergesetzt zu haben.

«In kaum zu überbietender Arroganz zerlegten von der Stiftung Kirchengut gut bezahlte Juristen die Herleitungen und Schlussfolgerungen.»

Auch habe die Stiftung in keinem Wort je auf die von ihnen eingereichte Petition mit knapp 300 Unterschriften Bezug genommen, kritisiert das Komitee.

«Die Stiftung mauerte, wo sie nur konnte, und dementierte Aussagen, die sie zuvor selbstbewusst geäussert hatte.»

Nur in einem Punkt sei sich die Stiftung in ihrer Kommunikation nach aussen treugeblieben: Sie habe immer öffentlich damit gedroht, dass die Gemeinde eine Entschädigung von rund fünf Millionen zu bezahlen habe, sollte sie sich den Plänen der Stiftung widersetzen.

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