Tenniken
Chilchacher: Stiftung Kirchengut legt Einsprache ein gegen «faktisches Bauverbot»

Der Chilchacher solle grün bleiben, entschied im Februar die Tenniker Gemeindeversammlung. Doch der Entscheid sei nicht legal, sagt nun die Stiftung Kirchengut - und hat Einsprache eingelegt.

Benjamin Wieland
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Der Tenniker Chilchacher: Hier woll die Landeigentümerin Wohngebäude erstellen lassen, die Gemeinde sträubt sich.

Der Tenniker Chilchacher: Hier woll die Landeigentümerin Wohngebäude erstellen lassen, die Gemeinde sträubt sich.

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Die Tenniker Gemeindeversammlung beschloss im Februar, dass der Chilch­acher in seiner bisherigen Zone verbleibt – und somit nicht mit Wohngebäuden überbaut werden kann. Das hat nun ein juristisches Nachspiel. Die Landeigentümerin, die Stiftung Kirchengut Baselland, hat gegen den Entscheid Einsprache erhoben, denn er sei willkürlich und unverhältnismässig.

Im 17-seitigen Dokument wirft die Stiftung dem Gemeinderat Verfahrensfehler und Versäumnisse vor. Ebenso sei die Gemeindeversammlung vom 8. Februar mangelhaft informiert gewesen. Der Beschluss, den Chilchacher in der Zone öffentliche Werke und Anlagen zu belassen, sei aufzuheben, das Areal stattdessen der Wohn- und Geschäftszone zuzuschlagen.

Stiftung: Es geht nur darum, Überbauung zu verhindern

In der Begründung wird die Stiftung explizit. Der Gemeinderat sei vor der Forderung, der Chilch­acher müsse grün bleiben, eingeknickt, habe jedoch andere Gründe vorgeschoben, um ein «faktisches Bauverbot» auszusprechen, ohne Schadenersatz leisten zu müssen. Somit werde die Stiftung an ihrem Auftrag gehindert: Ihre Areale, die nicht kirchlichen Zwecken dienen, nach kaufmännischen Grundsätzen zu bewirtschaften.

Die Stiftung gibt sich gesprächsbereit. In der Einsprache, die an den Tenniker Gemeinderat adressiert ist, heisst es, man wende sich erst an den Regierungsrat, wenn keine Verständigung möglich sei.

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