Pratteln
Sek-Lehrerin lässt sich nach Sex-Vorwürfen krankschreiben

Eine Seklehrerin hat eine Anzeige am Hals: Sie soll Sex mit einem 17-jährigen Schüler gehabt haben. Freigestellt wurde sie von der Schulleitung deswegen aber nicht. Nun lässt sich die Lehrerin aber krankschreiben.

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Die Lehrerin ist nun krankgeschrieben.

Die Lehrerin ist nun krankgeschrieben.

Kenneth Nars

Es ist in Pratteln derzeit das Gesprächsthema Nummer eins: Hatte die 52-jährige Sekundarschulehrerin eine Beziehung mit einem 17-jährigen Schüler? Derzeit untersucht die Staatsanwaltschaft den Fall. Das Interesse der Medien an der Prattler Sek war riesig, Vertreter von Regionalzeitungen, Radio und Fernsehen interviewten vor dem Schulhaus Erlimatt die Schüler.

Die Lehrerin blieb Anfang vergangene Woche, als der Fall schulintern publik wurde, dem Unterricht fern, erschien aber am vergangenen Freitag zur Verwunderung vieler wieder in der Schule. Wäre es angesichts der Strafanzeige nicht ratsam gewesen, die Frau temporär freizustellen, bis sämtliche Fragen geklärt sind? Schulratspräsidentin Schildknecht führt die Unschuldsvermutung ins Feld und betont: «Unser Vorgehen entspricht dem gängigen Ablauf und ist mit dem Kanton abgesprochen.»

Laut einer Mitteilung der Schulratspräsidentin Elisabeth Schildknecht lies sich die Lehrerin nun krankschreiben. Die betroffenen Schulklassen seien von der Schulleitung informiert und betreut worden, heisst es laut der «Basler Zeitung» in der Mitteilung.