Eidgenössisches
Schwingfest 2022: Das Fricktal positioniert sich als Alternative zu Aesch

Der Aargauer Kantonalschwingerverband bietet die Hand für Alternativen für ein Schwingfest in Aesch Nord oder St. Jakob. Ideal wäre das verkehrstechnisch gut erschlossene Fricktal.

Benjamin Wieland
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«Gut erschlossen»: Die Aargauer Kantonalschwinger bringen das Fricktal ins Spiel (Foto: Schwingfest in Estavayer 2016).

«Gut erschlossen»: Die Aargauer Kantonalschwinger bringen das Fricktal ins Spiel (Foto: Schwingfest in Estavayer 2016).

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Am kommenden Freitagabend sollte alles klar sein zum Schwingfest in Aesch. Dann hält der Basellandschaftliche Kantonalschwingerverband in Pratteln seine Generalversammlung ab. Spannung verspricht das Traktandum 5: «Eidgenössisches Schwinger- und Älplerfest 2022 (ESAF): Präsentation der Machbarkeitsstudie und Beschluss nächste Schritte».

Gut möglich, dass man sich bereits am Samstag ans Planen ebendieser nächsten Schritte machen wird – aber nicht im Baselbiet, sondern im östlichen Nachbarkanton. Die Aargauer Kantonalschwinger sind daran interessiert, das Fest zu erben, falls sich die beiden vorgesehenen Standorte Aesch und St. Jakob tatsächlich als nicht durchführbar erweisen sollten.

Kopie von Wer gewinnt: Orlik oder Glarner?
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Der Sieger geniesst.
Berner Matthias Glarner freut sich als neuer Schwingerkönig mit Albert Bachmann, OK-Präsident Estavayer 2016
Da gibts auch ein paar Tränen
König Matthias Glarner neben dem Siegermuni «Mazot de Cremo» und Miss Schweiz Lauriane Sallin
Ein Prachtsmuni
Applaus für den Sieger
Eine Guggenmusik spielt waehrend dem Festakt
Dürfen auch nicht fehlen: Alphornbläser
Momente des Glücks.
Momente des Glücks.
Momente des Glücks.
Momente des Glücks.
Momente des Glücks.
Der neue Schwingerkönig wird auf die Schultern genommen.
Glarner, der umjubelte König.
Ein sichtlich erschöpfter und erleichterter Schwingerkönig.
Es ist passiert!
Glarner hat es geschafft: Orlik liegt besiegt vor ihm im Sägemehl.
Hier war es schon fast vorbei: Orlik liegt auf dem Rücken, aber ausserhalb des Sägemehls.
Es ist ein offener Schlagabtausch zwischen Glarner und Orlik im Schlussgang.
Die beiden Königs-Anwärter schenken sich nichts.
Der Bündner Armon Orlik.
Der Berner Matthias Glarner.
Der Bündner Armon Orlik.
Der Berner Matthias Glarner.
Der Bündner Armon Orlik.
Der Berner Matthias Glarner.
Der Bündner Armon Orlik.

Kopie von Wer gewinnt: Orlik oder Glarner?

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Schwarzbubenland keine Option

«Wir wären gerne bereit einzuspringen», sagt Markus Birchmeier, Präsident des Aargauer Kantonalen Schwingerverbands. Er sagte gestern im «Regionaljournal Basel» von Radio SRF, konkrete Standorte gebe es noch keine. Trotzdem hat Birchmeier eine favorisierte Region: «Wäre das Fest im Fricktal», sagt er zur bz, «so hätte es auch eine positive Ausstrahlung auf die Schwingerfamilie im Baselbiet.» Wo es im Fricktal noch genügend Landreserven gebe, wisse er noch nicht, räumt Birchmeier ein. Ihm gehe es in erster Linie darum, dass das Fest 2022 in der Nordwestschweiz stattfinden könnte. «Wir sind gefordert, Alternativen zu suchen, wenn es mit Aesch und dem Gebiet St. Jakob nicht klappt.»

In Aesch Nord sieht es nicht danach aus, als würden die betroffenen Bauern ihren Widerstand gegen die Grossveranstaltung aufgeben. Beim Gebiet St. Jakob-Brüglinger Ebene stehen logistische Probleme an. Ein «Eidgenössisches» lockt mehrere hunderttausend Besucher an. Auch auf der anderen Seite des Juras macht man sich bereits Gedanken über mögliche Standorte fürs Fest. Man biete ebenfalls Hand, sagt Beat Schumacher, Präsident des Solothurner Kantonalen Schwingerverbands, dem vierten Kantonalverband im Nordwestschweizerischen Schwingerverband. Der NWSV darf das «Eidgenössische» 2022 turnusgemäss durchführen.

Nur: Nördlich des Juras gebe es in seinem Kanton eher keine geeigneten Flächen, sagt Schumacher. Das Schwarzbubenland falle als Austragungsort also «ziemlich sicher weg». Alternativen gebe es in der Ebene zwischen Egerkingen und Olten, weiter auch in Grenchen. «Das wäre dann aber wohl zu weit weg für die drei anderen Kantonalverbände.»

Dieses Problem hätte das Fricktal nicht. «Es wäre auch verkehrstechnisch sehr gut erschlossen», sagt Markus Birchmeier vom Aargauer Schwingerverband.

Laura Ulrich und Rahel Wisler.
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Die Seriensiegerin Sonia Kaelin im 1. Gang beim Eidgenoessischen Frauen und Meitli Schwingfest.
Fiona Roth, links, und melissa Zurbuchen.
Katja Kuenzi, rechts, und Leonie Laimbacher, links, beim Eidgenoessischen Frauen und Meitli Schwingfest .
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Fiona Roth, links, und Melissa Zurbuchen, rechts, im 1. Gang.
Melissa Buchillier, oben, und Raphaela Birchler.
Eveline Linggi, vorne, und Aimee Zwahlen.
Tanja Widmer, links, und Leonie Laimbacher.
Diana Fankhauser und Erika Deck.
Jasmin Gaeumann, unten, und Sonia Kaelin.
Angela Riesen, rechts, und Lynn Arnold.
Jasmin Gaeumann, links, und Sonia Kaelin.
Diana Fankhauser und Erika Deck.
Sonia Kaelin.
Jasmin Gaeumann, links, und Sonia Kaelin.

Laura Ulrich und Rahel Wisler.

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Feldschlösschen dementiert

In Schwingerkreisen wird immer wieder herumgereicht, dass Feldschlösschen das «Eidgenössische» in seine Nähe holen wolle – also nach Rheinfelden, wo der Bierkonzern seinen Hauptsitz hat. Feldschlösschen unterstützt den Anlass seit Jahren. Dieses Jahr in Estavayer waren die Rheinfelder einer von sechs Goldsponsoren. Zumindest offiziell winkt der Konzern aber ab. «Wir hören zum ersten Mal davon, dass Rheinfelden als Austragungsort ein Thema sein könnte», schreibt Meidensprecherin Gabriela Gerber auf Anfrage. Man sei in die Standortwahl nicht involviert.

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