Sportanlass
Rund 1600 Personen nahmen am 65. Baselbieter Orientierungslauf teil

Der Baselbieter Team-Orientierungslauf ist unbestritten der grösste und beliebteste kantonale Breitensportanlass. Rund 1600 Läuferinnen und Läufer, aufgeteilt in 558 Teams, haben am Sonntag die 65. Auflage als grosses Sportfest in familiärem Rahmen zelebriert.

Ulrich Fluri
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Baselbieter Orientierungslauf
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Impressionen vom 65. Baselbieter Orientierungslauf
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Baselbieter Orientierungslauf

Roland Schmid

Dieser OL lebt denn auch nicht von den grossen Cracks, sondern von der Kategorienvielfalt und den Geschichten und Storys rund um die Teams.
Und wer es nicht aufs Podest geschafft oder sich trotz Fleiss und grösster Anstrengung nur in hinteren Rängen platziert hat, konnte vom diesjährigen «Baselbieter» trotzdem etwas Wertvolles mitnehmen: Ein tolles OL-Erlebnis unter Gleichgesinnten, Wetter hin oder her. Und das im herbstlich gefärbten Allschwilerwald. Dieses ideale OL-Gelände, das kaum Höhenmeter aufweist und von einem dichten Wegnetz durchzogen ist, wurde von den vielen Familien und Gelegenheitsläufern, bei denen der Leistungsgedanke zweitrangig war, als optimal eingestuft.

Postensuche mit Turbulenzen

«Wir wollten einfach dabei sein und ins Ziel kommen», sagte der Liestaler Roberto Grimm, der mit Gattin Nicole und seinen Kindern Levis, Samia und Joris durch den Wald pirschte. Das wollten zwar alle. Trotzdem gings innerhalb der Teams, die sich auf Bahnen zwischen 3,5 und 11 Kilometern in alle Himmelsrichtungen auf Postensuche machten, ab und zu recht turbulent zu. Kartenlesend, keuchend und kommandierend wurden da zuweilen sogar die zwischenmenschlichen Beziehungen auf die Probe gestellt. So war etwa in der Kategorie Sie + Er zu beobachten, wie ein Mann seine vorauseilende Partnerin zwecks neuer Lagebesprechung kurzerhand zu sich pfiff – man stelle sich diese Umstände im Haushalt vor. Die Hoheit des Kartenträgers rechtfertigt indes solche Mittel.

Weniger hektisch nahm es da ein Pfeife rauchender Geniesser, der mit seinen Töchtern aus dem Wettkampf einen gemütlichen Spaziergang machte. Typische Szenen halt, wie sie nur im Breiten- und Volkssport zu sehen sind. Im Gegensatz dazu die Sieger der Herren Elite: Da waren über 11 Kilometer die OL-Internationalen Matthias Merz, Stefan Lombriser und Anders Holmberg mit fast 10 Minuten Vorsprung überlegen an der Spitze.

Es grünt so grün

Der Baselbieter Team-OL ist alljährlich auch Tummelplatz für die Politprominenz. Diesmal vertreten durch zwei Nationalräte, drei Regierungsräte, die Landratspräsidentin sowie drei Landräte. Diesen «hohen Tieren» wurde gestern aus der grossen Läuferschar denn auch eine wertvolle Vorbildfunktion attestiert. Gelästert wurde aber dennoch. So meinte ein Zuschauer im Ziel: «Im Gegensatz zum Ratsbetrieb suchten und fanden die Magistraten heute die Orientierung in weniger als einer Stunde!»

Das gelang allerdings nicht allen gleich gut. Der Grüne Isaac Reber wollte als schnellster Regierungsrat der letztjährigen Austragung zwar von der Favoritenrolle nichts wissen, landete aber in der Kategorie «Rote Bahn» über sechs Kilometer zusammen mit Grünen-Chef Klaus Kirchmayer und alt BLKB-Direktor Beat Oberlin einen klaren Punktsieg. Und das gegen Anton Lauber mit Landschreiber Peter Vetter und Jeannette Merz von der Finanzverwaltung.

Sichtlich zufrieden äusserte sich dazu Monica Gschwind: «Als Sportministerin bin ich sehr stolz auf meine fitten Kollegen!» Etwas Verwirrung kam sodann rund ums Frauenteam mit Grünen-Nationalrätin Maya Graf, Landratspräsidentin Elisabeth Augstburger und alt Landrätin Julia Gosteli auf. Beim Posten 53 wurde beispielsweise nur Graf gesichtet, von den zwei Kolleginnen keine Spur. «Ich war bereits auf der Suche nach dem nächsten Posten. Das war bei uns eben fraktionsübergreifende Arbeitsaufteilung», versuchte sich Augstburger zu erklären. Schön gesagt...

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