präsidiumswahlen
Bitterer Wahlsonntag: Die SP verliert in Rodersdorf und in Seewen das Gemeindepräsidium

Die Sozialdemokraten büssen im Schwarzbubenland ein: Karin Kälin muss in Rodersdorf, Simon Esslinger in Seewen den Sitz an der Spitze der Gemeinde räumen. Für die CVP verlief der Wahlsonntag jedoch äusserst erfreulich.

Dimitri Hofer
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Thomas Bürgi von der Vereinigung «Zämmestoh für Rodersdorf» wird neuer Gemeindepräsident von Rodersdorf.

Thomas Bürgi von der Vereinigung «Zämmestoh für Rodersdorf» wird neuer Gemeindepräsident von Rodersdorf.

Kenneth Nars / BLZ

Nicht nur in Dornach wurde am Sonntag das Gemeindepräsidium gewählt. In acht weiteren Ortschaften im Schwarzbubenland bestimmten die Wahlberechtigten ebenfalls ihre Vorsitzenden. Grosse Verliererin ist die SP, die in Rodersdorf und Seewen das Gemeindepräsidium verlor.

Eine völlige Überraschung sind die Niederlagen nicht. In Rodersdorf hatte die SP bei den Gemeinderatswahlen schon die Mehrheit eingebüsst. Nun musste sich Gemeindepräsidentin und Kantonsrätin Karin Kälin mit 332 Stimmen geschlagen geben. Ihr Kontrahent, Thomas Bürgi von der Vereinigung «Zämmestoh für Rodersdorf», erreichte 375 Stimmen. Einen etablierten Politiker traf es auch in Seewen: SP-Gemeindepräsident und Kantonsrat Simon Esslinger hatte mit 234 Stimmen das Nachsehen. Roger Weber Junior holte 306 Stimmen - und das Präsidium zurück zur FDP.

Einen erfolgreichen Wahlsonntag erlebte die CVP: In Metzerlen-Mariastein setzte sich Marianne Frei mit 362 Stimmen haushoch gegen SVP-Kandidat Jens Schindelholz durch, der 131 Stimmen erreichte. Gemeindepräsident Silvio Haberthür (FDP) war nicht mehr angetreten. In Meltingen konnte CVP-Mann Friedrich Wüthrich 198 Stimmen auf sich vereinen. Damit schlug er den Freisinnigen Thomas Spaar, der 148 Stimmen machte. Wüthrich tritt in die Fussstapfen des nicht mehr angetretenen Gemeindepräsidenten Erich Fidler (SVP).

Die FPD stellt in Himmelried weiterhin das Gemeindepräsidium

An der Spitze halten kann sich die FDP in Himmelried. Daniel Stehlin gelang es, seinen Parteikollegen Jürg Schneeberger zu beerben. Stehlin setzte sich mit 355 Stimmen klar gegen den Parteilosen Walter Schilling durch, der 123 Stimmen erhielt. In Bärschwil kam es zum Duell zweier Kandidaten des «Forums für die Zukunft der Gemeinde». Roy Laffer Lang überflügelte mit 216 Stimmen seine Kontahentin Karin Guntern, die 176 Stimmen verbuchte. Gemeindepräsident Theo Henz war nicht mehr an den Start gegangen.

Noch keine Entscheidungen gibt es aus Witterswil und Beinwil zu berichten. Kein Kandidat erreichte das Absolute Mehr. Am 26. September findet ein zweiter Wahlgang statt.

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