Münchenstein
«Überquerung nicht sehr angenehm»: Politiker will für Velos gefährlichen Gross-Kreisel entschärfen

Bei der Gestaltung des Kreisels bei der Motorfahrzeugkontrolle beider Basel (MFK) in Münchenstein hat man offenbar nicht an Zweiradfahrende gedacht: In einer Fahrtrichtung hört ihre Spur einfach auf. Das will SP-Landrat Jan Kirchmayr ändern.

Benjamin Wieland
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Er liegt auf einer bei Velofahrenden äusserst beliebten Route vom Birstal in Richtung Stadt, der doppelspurige Kreisel bei der Motorfahrzeugkontrolle beider Basel, wo sich Reinacher- und Bruderholzstrasse kreuzen.

Für Jan Kirchmayr hat der 2009 generalüberholte Verkehrsknotenpunkt ein entscheidendes Manko: Zumindest in eine Fahrtrichtung sei er nicht sicher, sagt der SP-Landrat aus Aesch. Darum habe der Kanton zu prüfen, wie er die Veloführung verbessern könnte.

Autos kommen von Osten her in hohem Tempo

Jan Kirchmayr wird an der Landratssitzung vom Donnerstag ein entsprechendes Postulat einreichen. Er regt als mögliche Lösung unter anderem eine unterirdische Veloführung an.

Das Problem ist beim Kreisel, dass er zwar in Richtung Süden eine separate Velospur besitzt, in der Gegenrichtung aber nicht. Kirchmayr:

«In Fahrtrichtung Stadt ist die Überquerung des Kreisels per Velo nicht sehr angenehm.»

Es gebe weder eine separate Fahrspur, und auch auf der Kreiselplatte selber sei keine Velospur eingezeichnet. Zudem würden die Autos von Osten her häufig mit hohem Tempo in den Kreisel einfahren, denn die Bruderholzstrasse sei eine Schnellstrasse.

Bei der geschützten Veloführung schwebt Jan Kirchmayr ein Modell vor, das man in den Niederlanden häufig antrifft. Hierbei erhalten die Zweiräder einen separaten Kreisel, der aussen um den eigentlichen Kreisel herumgeführt wird. Zweiräder kreuzen dann die Fahrspuren parallel zu den Fussgängerstreifen.

Realistisch ist auch eine Unterführung – der Platz wäre vorhanden.