Läufelfingen
Tote Fische im Homburgerbach – was ist passiert?

Auf der Strecke von rund 200 Metern sind alle Fische verstorben. Wie es dazu kam, wird noch untersucht. Derweil wurde Anzeige gegen unbekannt erstattet.

Aimee Baumgartner und Salomé Lang
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Tote Fische im Homburgerbach in Läufelfingen.

Tote Fische im Homburgerbach in Läufelfingen.

zvg/Kanton BL

Der kantonale Fischereiaufseher ist mit einem Rätsel konfrontiert. Am Montagabend wurde ihm von Passanten gemeldet, dass sie im Homburgerbach in Läufelfingen tote Fische festgestellt haben. Abklärungen ergaben, dass auf einer Strecke von rund 200 Metern alle Fische verstorben waren. Die Ursache dafür ist noch unbekannt, wie die zuständige Baselbieter Bau- und Umweltdirektion am Mittwoch mitteilt.

Bei den Untersuchungen vor Ort waren neben dem kantonalen Fischereiaufseher auch der Gewässerschutz und die Baselbieter Kantonspolizei anwesend. Um allfällige Hinweise auf die Ursache finden zu können, wird das Wasser des Homburgerbachs chemisch untersucht, der Bach ist jedoch weiterhin öffentlich zugänglich.

Der Leiter des Gewässerschutzpiketts Dominik Bänninger geht von einer unbeabsichtigten chemischen Wasserverschmutzung beispielsweise über die Strassen- oder Platzentwässerungssysteme aus, wie er auf Anfrage der bz bestätigt. Es wurde Anzeige gegen unbekannt erstattet. Für den weiteren Flussverlauf besteht laut Bänninger keine Gefahr.

Keine Fischkrankheit als Ursache

Mehrere hundert Fische seien gestorben, davon einige grosse Forellen. Insbesondere die neue Brut sei betroffen: «Bis das Ökosystem in im Homburgerbach wieder im Gleichgewicht ist, dauert es mindestens vier Jahre.» Weil alle Fische gleichzeitig gestorben sind, könne eine Krankheit, die sich langsam ausbreitet, ausgeschlossen werden.

Ein Zusammenhang mit der zu Beginn der Woche gemeldeten Krebspest in der Lüssel sei sehr unwahrscheinlich, so Bänninger. In den Baselbieter Gemeinden Lauwil, Brislach und Zwingen sowie in Beinwil, Erschwil, Büsserach und Breitenbach im Schwarzbubenland gelten wegen des Befalls des Flusses nun strenge Massnahmen.