Campus Liestal
Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland bald im Neubau

Mit der Schlüsselübergabe ist am Montag die Fertigstellung des Neubaus der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) auf dem Campus Liestal der Psychiatrie Baselland gefeiert worden. Das Klinikgebäude verfügt unter anderem über eine neue stationäre Abteilung mit zusätzlichen zwölf Betten.

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Schlüsselübergabe für den Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Vlnr: Regierungsrat Thomas Weber, Barbara Schunk (CEO Psychiatrie Baselland), Brigitte Contin (Direktorin der KJP), Thomas Heiniger (VR-Präsident der PBL) und Architekt Mike Mattiello.
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Der Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland wird Mitte Januar 2021 in Betrieb genommen.
Ein paar Fenster sind von der Metallfassade verdeckt und von Aussen nicht einsehbar, um Privatsphäre zu geben.
Der Lichthof im Zentrum des fünfeckigen Baus.
Es hat mehrere Gemeinschaftsküchen, damit die Kinder und Jugendlichen mit Essstörungen die Mahlzeiten zusammen mit den Betreuerinnen kochen können.
Die Innenräume des Neubaus der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland.
Die Innenräume des Neubaus der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland.

Schlüsselübergabe für den Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Vlnr: Regierungsrat Thomas Weber, Barbara Schunk (CEO Psychiatrie Baselland), Brigitte Contin (Direktorin der KJP), Thomas Heiniger (VR-Präsident der PBL) und Architekt Mike Mattiello.

Nicole Nars-Zimmer

Damit kann laut KJP-Direktorin Brigitte Contin eine Lücke in der stationären Versorgung geschlossen werden. Von den neuen Betten sind je sechs für Patientinnen und Patienten mit einer Essstörung vorgesehen und für Kinder- und Jugendliche, die sich in einer akuten Krisensituation befinden und intensiv betreut werden müssen.

An die neue Station angeschlossen ist nach Angaben der KJP auch eine Klinikschule mit zwei Lehrpersonen. Im viergeschossigen Neubau untergebracht sind auch die bisherige Psychotherapiestation mit acht Betten für Jugendliche mit schweren Essstörungen und Krisen sowie ein Ambulatorium.

Bezug im Januar

Der Bezug des Neubaus mit rund 70 Mitarbeitenden ist für den 18. Januar terminiert. Bis dann befindet sich die KJP an ihrem vor über 40 Jahren bezogenen Standort im sanierungsbedürftigen ehemaligen Schwesternhaus Silberbrunnen. In diesem Gebäude hatte es für die Weiterentwicklung der KJP weder genug Platz noch konnten dort moderne Therapie- und Beratungskonzepte umgesetzt werden.

Steigende Patientenzahl

Mehr Platz braucht die KJP nach eigenen Angaben wegen der jährlich steigenden Zahl vom Patientinnen und Patienten. 2019 wurden 3230 Fälle verzeichnet, 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

In der ersten Hälfte des laufenden Jahres gingen die ambulante Fälle allerdings um 1,5 Prozent zurück. Bei den stationären Fällen betrug das Minus gar 5,1 Prozent. In der zweiten Jahreshälfte sind die Zahlen jedoch wieder angestiegen. Laut den KJP-Verantwortlichen ist möglicherweise die Corona-Krise der Grund für diese Entwicklung.

Bei Neuanmeldungen besteht eine Wartefrist von sechs bis acht Wochen. Notfälle würden jedoch sofort aufgenommen, hält die KJP fest.

Der zwölf Millionen Franken teuren Neubau hätte eigentlich längst fertig sein sollen. Der Baubeginn war jedoch während Jahren durch Einsprachen blockiert, Nach dem Spatenstich im Juni 2019 dauerten die Bauarbeiten anderthalb Jahre.

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