Liestal
Jan Förster ist der schnellste unter 550 Stedtli-Läufern

550 Läuferinnen und Läufer brachten das Liestaler Stedtli gestern beim 28. Liestaler Stadtlauf zum Beben. Mit dabei war ein hochkarätiges Feld an Spitzenläufer. Der schnellste unter ihnen war Jan Förster

Ulrich Fluri
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Die Spitzengruppe «nimmt» die nächste abrupte Richtungsänderung am Liestaler Stadtlauf.

Die Spitzengruppe «nimmt» die nächste abrupte Richtungsänderung am Liestaler Stadtlauf.

Martin Töngi

Wenn alljährlich am letzten Mittwoch im August Heerscharen von Läuferinnen und Läufern die Rathausstrasse in der Altstadt in eine Sportarena verwandeln, dann ist in Liestal mächtig was los. Den gewieften Organisatoren des TV Liestal darf attestiert werden, dass ihr Stadtlauf in der regionalen Sportszene ein Dauerbrenner ist.

Die knapp 600 Starter bei der gestrigen 28. Auflage sind ein klares Indiz für den ungebremsten Laufboom. Die Baustellen-bedingen Streckenanpassungen mit abrupten Richtungsänderungen waren zwar Rhythmusbrecher, die ein noch vorsichtigeres Einteilen der Kräfte erforderten. Umso begeisterter war dafür an diesem milden Spätsommerabend das Publikum, das vielen der abgekämpften Läuferinnen und Läufern immer wieder Energieschübe einklatschte.

Traditionell stellten die Schülerkategorien die grössten Felder. Immer wieder ein farbenfrohes Bild, wenn die Jüngsten mit grossem Eifer davon rasen, schliesslich will man dem mitfiebernden Mami und Papi etwas zeigen. Die Musik machten indes die Topläufer über 5,2 Kilometer in der Kategorie «Stedtliläufer» sowie der alles überragende Berhane Oquibit als Sieger auf der12-Kilometer-Strecke.

Schnellstart rächte sich

Auf der Kurzstrecke suchten die zwei bekannten Spitzenläufer Nicolas Collas aus Reinach und der Birsfelder Nicolas Roditscheff ihre Chance in einem Blitzstart, galt es doch, dem Deutschen Vorjahressieger Jan Förster etwas Respekt einzuflössen. Das ging mit einem Vorsprung von 100 Metern eine Runde lang gut, bevor dann der Volkswirtschaftsstudent der Uni Basel auf den verbleibenden drei Runden den Spiess umkehrte und den zwei Ausreissern mit einem 15-Sekunden-Vorsprung klar aufzeigte, wer der schnellste Stedtli-Läufer ist. «Ich lasse anfänglich meine Konkurrenten immer etwas in der Meinung, ich laufe am Limit», erklärte der mittlerweile vierfache Liestal-Sieger seine Taktik. Er möchte nun an der Deutschen 10-km-Strassenlaufmeisterschaft vom kommenden Sonntag seinen Vizemeistertitel mit einer Zeit von unter 30 Minuten verteidigen.

Im Frauenrennen erlief sich die OL-WM-Teilnehmerin Ines Brodmann aus Riehen einen klaren Start-Ziel-Sieg vor Magdalena Mäder aus Tenniken. Der Eritreer Berhane Oquibit war auf der Aussenstrecke über 12 Kilometer der ungefährdete Dominator und distanzierte den bisherigen Rekordhalter Felix Köhler klar um 2.29 Minuten. Seine Qualifikation als Spitzenläufer verdiente sich der Einheimische Andi Herzig mit einem guten dritten Rang, derweil Nicolas Collas für seinen Doppelstart Tribut zollen musste und nie in die Entscheidung eingreifen konnte.

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