Geflügel
Der Bund ergreift nach Vogelgrippe-Fällen in Deutschland Schutzmassnahmen – diese Baselbieter Gemeinden sind betroffen

Sicher ist sicher: Um eine Ausbreitung der Vogelgrippe in der Schweiz zu verhindern, werden Massnahmen ergriffen. Davon betroffen sind auch 13 Gemeinden im Kanton Basel-Landschaft.

Aimee Baumgartner
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Bei mehreren Geflügelhaltern in Deutschland wurde die Vogelgrippe nachgewiesen. (Symbolbild)

Bei mehreren Geflügelhaltern in Deutschland wurde die Vogelgrippe nachgewiesen. (Symbolbild)

Foto: Keystone

(aib/rka) In Deutschland ist bei mehreren Geflügelhaltungen die Vogelgrippe nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich allerdings nicht um den Subtyp H5N1, der in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen sorgte. Sondern um den Subtyp H5N8. Dieser soll nach derzeitigem Erkenntnisstand für den Menschen ungefährlich sein.

Trotzdem hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen in den Grenzgebieten Schutzmassnahmen ergriffen. Im Baselbiet seien folgende 13 Gemeinden von diesen Massnahmen betroffen, wie der Kanton-Basel-Landschaft heute Samstag mitteilt:

  • Anwil
  • Arisdorf
  • Böckten
  • Buus
  • Hemmiken
  • Hersberg
  • Maisprach
  • Nusshof
  • Ormalingen
  • Rickenbach
  • Rothenfluh
  • Sissach
  • Wintersingen

Die Massnahmen sollen verhindern, dass das Virus eingeschleppt und weiter verbreitet wird. Das Einstallen von neuen Herden und das Ausstallen von Herden ist demnach im Baselbiet aktuell verboten. Es dürfen keine Märkte und Veranstaltungen mit Hausgeflügel durchgeführt werden. Gülle und Mist von Hausgeflügel darf nicht aus den geregelten Gebieten verbracht werden. Dem Veterinärdienst müssen auffällige Häufungen von krankem oder verstorbenem Geflügel gemeldet werden. Die Massnahmen gelten ab heute und bis voraussichtlich am 30. April.

Zudem müssen alle Geflügelhaltungen, inklusive Hobbyhaltungen, beim zuständigen Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen registriert sein. Halter, welche ihre Geflügelhaltung noch nicht registriert haben, werden nun aufgefordert, dies nachzuholen.

Betroffen sind auch rund 50 Aargauer Gemeinden aus den Bezirken Zurzach, Brugg, Laufenburg und Rheinfelden:

Diese Gemeinen sind betroffen:

Böttstein • Bözberg • Bözen • Effingen • Eiken • Elfingen • Frick • Full-Reuenthal • Gansingen • Gipf-Oberfrick • Hellikon • Herznach • Hornussen • Kaiseraugst • Kaisten • Laufenburg • Leibstadt • Leuggern • Magden • Mandach • Mettauertal • Möhlin • Mönthal • Mumpf • Münchwilen • Obermumpf • Oeschgen • Olsberg • Remigen • Rheinfelden • Riniken • Rüfenach • Schupfart • Schwaderloch • Sisseln • Stein • Ueken • Villigen • Wallbach • Wegenstetten • Wittnau • Wölflinswil • Zeihen • Zeiningen • Zuzgen

Ausserdem ist bis zum 18. April in der gesamten Schweiz der Export von lebendem Geflügel, Geflügelfleisch, Eiern und tierischen Nebenprodukten verboten. Wer zudem seit Anfang März Geflügel in Deutschland erworben hat, soll sich ebenfalls melden. Eier und Geflügelfleisch können aber weiterhin ohne Bedenken konsumiert werden.