St. Jakob
Erster Neubau der Uni auf Baselbieter Boden: Beide Kantone beschwören gemeinsame Trägerschaft

Die Sportwissenschafter der Universität Basel erhalten beim St. Jakob ein neues Gebäude - auf dem Gebiet Münchensteins. Bei der Einweihung betonten die Vertreter aus Basel und Liestal, dass die Uni beiden Kantonen gehört. Noch vor kurzem herrschte nicht so viel Harmonie.

Michel Ecklin Jetzt kommentieren
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Helles Holz und Beton dominieren den Bau.
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Regierungsrätin Monica Gschwind lobte die Bikantonalität der Uni.
Den Studierenden und Mitarbeitenden steht ein heller Innenhof zur Verfügung.
Die Wendeltreppe im Neubau des Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit Universität Basel auf dem Joggeli-Areal.
So sieht es am oberen Ende der Wendeltreppe aus.
Ein Blick in die neue Sporthalle.
Baselbieter Sportdirektorin Monica Gschwind, Uni-Präsident Beat Oberlin und Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer (v.l.) bei der Medienkonferenz.

Helles Holz und Beton dominieren den Bau.

Nicole Nars-Zimmer

Eine Mischung aus Beton und Holz, die viel Wärme ausstrahlt; hohe Fenster, die viel Licht hereinlassen; und mittendrin eine beeindruckende Wendeltreppe: Darüber dürfen sich ab sofort die Studierenden, Mitarbeitenden und Dozierenden des Departements für Sport, Bewegung und Gesundheit (DSBG) freuen. Denn das Gebäude, das die Universität Basel mitten in den Sportanlagen St. Jakob für sie hat erstellen lassen, ist von aussen und innen ein Hingucker.

Doch an der feierlichen Eröffnung am Montag freuten sich die Redner nicht nur über die Architektur, sondern vor allem über das Symbolische des Gebäudes. Es handelt sich nämlich um der ersten Neubau der Uni auf Basel­bieter Boden. Es befindet sich zwar nur wenige Meter von der Kantonsgrenze entfernt, aber in Münchenstein. Teile des Departements waren bereits bisher auf dem Areal, aber nicht in einem eigenen Bau.

Beide Regierungsräte wählten die gleichen Worte

Monica Gschwind

Monica Gschwind

Nicole Nars-Zimmer

«Der Standort könnte kaum symbolträchtiger sein», sagte die Baselbieter Erziehungs­direktorin Monica Gschwind. «Er ist ein starkes Zeichen für die ­Bikantonalität der Univer­sität.» Sie betonte zudem, wie sinnvoll es sei, den Neubau bei den bereits existierenden Sport­infrastrukturen im St. Jakob zu erstellen, «mitten in einem der eindrücklichsten Sportzentren der Schweiz».

Ihr Stadtbasler Pendant, Conradin Cramer, sprach sogar vom «grössten zusammenhängenden Sportgelände Europas». Ansonsten lobte er den Neubau aber mit den fast gleichen Worten wie Gschwind – und sah genau das als gutes Zeichen für die Zusammenarbeit der beiden ­Basel.

Und in Anspielung auf die Meinungsverschiedenheiten, die Basel und Liestal punkto ­Finanzierung der Uni auch schon ausfechten mussten, meinte er:

«Es tut gut, wenn wir uns mal nicht widersprechen und immer wieder Ja sagen zur ­gemeinsam getragenen Uni»,

Der Finanzierungsstreit war vor vier Jahren, doch es schien amm Dienstag weit weg zu sein. Das neue DSBG-Gebäude war vielmehr der Anlass, die gemeinsame Trägerschaft der Uni zu zelebrieren und sich darauf einzuschwören, dass sie ab jetzt durch nichts mehr getrübt werden darf. So freute man sich darüber, dass die beiden Kantonsparlamente neulich die ­Finanzierung der Universität für die kommenden Jahre sichergestellt haben – und das erst noch fast diskussionslos.

Studierende sollen zum Joggeli radeln

Beat Oberlin

Beat Oberlin

Nicole Nars-Zimmer

Beat Oberlin, Universitätsrat-Präsident, blickte noch weiter in die gemeinsame Zukunft. Er zeichnete bereits ein Bild von sportlichen Studierenden, die vom Joggeli zu den Bauten der Wirtschaftswissenschaften und der Juristen auf dem Dreispitz radeln.

Diese sind ebenfalls auf Baselbieter Boden vorgesehen, befinden sich aber erst im Planungsstadium. Für Oberlin war gestern aber bereits klar: «Das neue DSBG-Gebäude ist ein wunderschönes Vorbild für eine weitere Zusammenarbeit in anderen Bereichen.»

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