Birsfelden
Wasserstofffabrik auf Kraftwerkinsel: Jetzt ist auch die Gemeinde offiziell dagegen

Der Gemeinderat reicht gegen das Baugesuch der IWB eine Einsprache ein. Er hält die geplante Anlage nicht für zonenkonform und mitten im Erholungsgebiet für zu gefährlich.

Michel Ecklin
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Die Wasserstofffabrik ist dort geplant, wo im Sommer eine beliebte Liegewiese ist.

Die Wasserstofffabrik ist dort geplant, wo im Sommer eine beliebte Liegewiese ist.

Visualisierung: zvg

Die Wasserstofffabrik, die die Industriellen Werke Basel auf dem Kraftwerkareal in Birsfelden plant, stösst auf wenig Gegenliebe. Nach diversen Anwohnern und dem Heimatschutz hat jetzt auch der Gemeinderat beschlossen, eine Einsprache gegen das Baugesuch einzureichen.

Er stört sich gemäss Mitteilung an zwei Dingen: Erstens erfordere die Spezialzone Kraftwerk, in der die Anlage stehen soll, eine sorgfältige Abstimmung der Nutzungen. Insbesondere müsse der im Reglement festgehaltene "Öffentlichkeitsaspekt" berücksichtigt werden, also die Erholungsnutzung auf der Kraftwerkinsel. Deshalb sei eine Anlage, für deren Standortwahl hauptsächlich wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend seien, nicht zonenkonform.

Lastwagen würde an Schule vorbeifahren

Zweitens sei abzuklären, ob die Anlage der Störfallverordnung unterliege, insbesondere weil die Umgebung für Freizeit genutzt werde.

Und drittens stellt sich der Gemeinderat die Frage, ob der Abtransport des produzierten Wasserstoffs per Lastwagen als Gefahrenguttransport gewertete werden solle. Denn die Route führe durch Wohngebiete und an Schulen vorbei.

Der Gemeinderat betont, dass er eine Wasserstofffabrik im Grundsatz begrüsst. Er legt den Promotoren aber einen geeigneteren Standort nahe, nämlich den Birsfelder Hafen. Das entspricht der Haltung weiterer Kritiker des Projekts.

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