Basel-Stadt
Keine Busse mehr in der Eisengasse: Regierungsrat will den ÖV-Knoten Marktplatz/Schifflände entflechten

Ziel des Kantons Basel-Stadt sei es, den Bereich zwischen dem Marktplatz und der Schifflände «übersichtlicher und sicherer» zu machen. Dies soll im Rahmen notwendiger Sanierungen erfolgen.

Aimee Baumgartner
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So soll der neue Haltestellenplan aussehen.

So soll der neue Haltestellenplan aussehen.

Grafik: zvg / Kanton BS

Der Basler Regierungsrat möchte die ÖV-Situation beim Verkehrsknoten Schifflände und Marktplatz entflechten. Im Zuge notwendiger Sanierungen von Gleisen, Strassen und unterirdischen Leitungen sollen die Haltestellen an der Schifflände für Bus und Tram neu angeordnet werden.

Die verschiedenen Haltestellen seien unübersichtlich und Verkehrsteilnehmende kämen sich teilweise in die Quere, heisst es in einer Mitteilung. Hinzu käme, dass Haltestellen an der Schifflände für Personen, die nicht gut zu Fuss sind, nicht zugänglich sind.

Künftig sollen alle Trams in der Marktgasse halten

Die Endstationen der Buslinien 33 und 36 werden von der Eisengasse in die Spiegelgasse verlegt. Die Busse wenden neu am Fischmarkt und verlassen die Innenstadt via Spiegelgasse. Sie sollen also nicht mehr via Eisengasse verkehren.

«Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende erhalten dadurch deutlich mehr Raum in der Eisengasse.»
So sieht der Situationsplan der Haltestellen aktuell aus.

So sieht der Situationsplan der Haltestellen aktuell aus.

Grafik: zvg / BVB

Deshalb hat das Basler Amt für Mobilität zusammen mit weiteren Ämtern und den BVB eine Vorstudie für eine Entflechtung der Schifflände und des Marktplatzes erarbeitet. Für das Vorprojekt beantragt der Regierungsrat beim Grossen Rat 350‘000 Franken. Mit der Neuorganisation und Umgestaltung sollen die Fahrgäste an den Haltestellen Marktplatz und Schifflände künftig stufenlos in Tram und Bus ein- und aussteigen.

Bis Ende 2023 soll die Haltestelle Marktplatz zu einer Einfachhaltestelle umgebaut werden. Die Erneuerung der Schifflände erfolge nach Vorliegen der entsprechenden Beschlüsse und Bewilligungen voraussichtlich ab 2027.

Zudem geprüft wurde, ob die Tramhaltestellen Marktplatz und Schifflände zusammengelegt werden sollen. Aufgrund der erhöhten Gesamtreisezeit für die Fahrgäste und längerer Umsteigewege sei dies aber als nicht sinnvoll erachtet worden.