Seewen
Auch eine Deponie für Baselland

In der heutigen Tongrube Lungelen soll dereinst eine Deponie für Inertstoffe entstehen.

Philipp Felber
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Der Kanton Baselland begrüsst die Deponie für Inertstroffe in Seewen.

Der Kanton Baselland begrüsst die Deponie für Inertstroffe in Seewen.

Aargauer Zeitung

Nachdem der Souverän des Kantons Baselland im November des letzten Jahres Deponien in Zwingen und Blauen versenkt hat, macht der Kanton Solothurn in Seewen mit einer Deponie vorwärts. An der gestrigen Sitzung hat sich die Solothurner Regierung positiv zu Anpassungen im Richtplan geäussert, die eine Deponie in der Tongrube Lungelen in Seewen ermöglichen sollen.

Mehrverkehr wird erwartet

Nach Auskunft des Amts für Raumplanung des Kantons Solothurn gab es sieben Einwendungen zur Richtplananpassung. Eine auch vom Kanton Baselland: Dieser begrüsse das Vorgehen, eine Deponie in Seewen zu errichten. Nach dem positiven Entscheid der Solothurner Regierung kann die Planung weiter vorangetrieben werden. Die geplante Deponie liegt südlich von Seewen. Momentan und auch in Zukunft wird in der Grube Ton abgebaut.

In den Dokumenten zur Richtplananpassung geht der Kanton Solothurn davon aus, dass noch Tonreserven für die nächsten drei Jahrzehnte bestehen. Die Deponie sei damit für die Entsorgung von Inertstoff im Dornecker Berg sowie Teilen der Bezirke Thierstein, Arlesheim, Liestal, Waldenburg und Laufen für die nächsten 30 Jahre verfügbar. Abfälle wie Aushubmaterial, Ausbruchmaterial oder gesteinsähnliche Bauabfälle dürften dort deponiert werden. Solange Ton abgebaut wird, sollen gleichzeitig jährlich 10 000 Kubikmeter an Inertstoffen aufgefüllt werden. In den Unterlagen heisst es weiter, dass durch die Deponie täglich zehn Lastwagen mehr zur Grube fahren würden. Nach dem Ende des Tonabbaus steige die Auffüllmenge auf 60 000 Kubikmeter pro Jahr und dementsprechend auch die Anzahl Lastwagenfahrten.

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