Allschwiler Weiher
Allschwiler Besetzer werden nicht angezeigt, wenn sie sofort abziehen

Der frühere Schiessplatz Allschwilerweiher soll abgerissen werden. Das teilen Basel-Stadt und Allschwil am Donnerstag nach einem Gespräch mit der Besetzerschaft mit. Diese werden mit einem verlockenden Angebot zum Abzug geködert.

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Immobilien Basel-Stadt fordert die Besetzer der Schiessanlage Allschwiler Weiher auf, das Gelände zu verlassen.

Immobilien Basel-Stadt fordert die Besetzer der Schiessanlage Allschwiler Weiher auf, das Gelände zu verlassen.

Martin Toengi

Angesichts des Zustands der maroden Nicht-Wohnbauten, der Altlasten vom Schiessbetrieb und aus Rücksicht auf die Nachbarschaft seien weder eine permanente noch eine Zwischennutzung möglich. Der seit Ende 2008 leer stehende Schiessplatz war am 12. April von einer Gruppe jüngerer Leute in Beschlag genommen worden. Das Gelände befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Allschwil, Grundeigentümerin ist jedoch Immobilien Basel-Stadt (IBS).

Die Besetzerschaft hatte laut Communiqué gegenüber dem Kanton Basel-Stadt und der Gemeinde Allschwil den Wunsch geäussert, die ganze Anlage längerfristig ohne Mietzins, aber mit Bezahlung von Wasser und Strom nutzen zu wollen. IBS will jedoch keinerlei Verantwortung für irgendeine Nutzung übernehmen und forderte die Besetzerschaft erneut auf, sofort abzuziehen. Sie stellte in Aussicht, bei einem «Rückzug ohne grössere Schäden» die Strafanzeige zurückzuziehen.

Polizeieinsatz weiterhin möglich

IBS plant anstelle des Schiessplatzes eine Wohnüberbauung im vorderen Teil sowie einen Park im hinteren. Auch wenn noch keine Baubewilligung vorliegt, will IBS im Mai die Anlage abreissen, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte. Gegebenenfalls werde die Baselbieter Polizei davor die Besetzung beenden.

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