Arli-Bräu
«Adler»-Wiedereröffnung: Arlesheimer Bier kehrt an seinen Ursprungsort zurück

Das Team um das Pächter-Paar Fredy Schärmeli und Lesley Wachtler übernimmt den «Adler» in Arlesheim. Im Restaurant soll wieder Lokalbier gebraut werden.

Thomas Immoos
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Vorerst bis Ende Jahr Pächter: Fredy Schärmeli und Lesley Wachter.

Vorerst bis Ende Jahr Pächter: Fredy Schärmeli und Lesley Wachter.

Thomas Immoos

Ein knappes Jahr lang blieb der traditionsreiche «Adler» in Arlesheim geschlossen, sehr zum Bedauern zahlreicher Stammgäste. Heute in einer Woche, am 2. August, eröffnen Fredy Schärmeli und Lesley Wachtler das Restaurant an der Hauptstrasse 15 nach einer kurzen und intensiven Umbauzeit wieder. «Das ist eine grosse Freude für uns», sagt Fredy Schärmeli. Denn nun könne auch das Arlesheimer Lokalbier «Arli-Bräu», das von 2010 bis 2017 im Untergeschoss des «Adlers» gebraut worden war, an seine alte Adresse zurück. Und das Dorfzentrum wird mit einem weiteren Treffpunkt belebt.

Synergien nutzen

Es sei alles sehr schnell gegangen, räumt Sascha Martz von der Eigentümerfamilie ein. Man habe das Lokal nicht leer stehen lassen wollen. Es sei gelungen, mit Schärmeli und Wachtler ein sehr erfahrenes Pächter-Paar zu gewinnen. Im Tal führt es erfolgreich das «Culinarium». Mit dem «Adler» könne man Synergien nutzen, sagen die neuen Wirte. Denn an beiden Orten soll im Wesentlichen alles aus einer Küche stammen. Ausser jetzt im Sommer: «Dann wollen wir im Dorf auch Grillspezialitäten anbieten», so Schärmeli. Denn die Gartenwirtschaft mit rund 30 Sitzplätzen soll sich bald wieder mit Leben erfüllen.

Vorerst läuft die Pacht bis Ende Jahr. Wenn sich das Konzept bewährt, soll es weitergehen. Schärmeli ist zuversichtlich, dass dies gelingt: «Wir setzen darauf, dass die früheren Stammgäste zurückfinden.» Ausserdem möchte man eine Znüni-Beiz für die Handwerker, Ladeninhaber und die Dorfbevölkerung werden. Klar, werden auch wieder die einheimischen Arli-Bräu-Biere ausgeschenkt. Einen besonderen Rahmen dafür bietet der Braukeller, wo auch kleinere Anlässe durchgeführt werden können. Im Restaurant selber finden gut 40 Personen Platz. Zum Lokal gehört überdies ein Sitzungszimmer im ersten Stock.

Geschichtsträchtiges Lokal

Den «Adler» gibt es seit 1785, das Haus ist als kommunal schützenswert eingestuft. Im Laufe der Zeit wurde dieses immer wieder umgebaut, letztmals 1970. Für Sascha Martz verstand es sich von selbst, die historische Substanz möglichst zu erhalten. Schon von Kindsbeinen hat er mit alten Gebäuden im Dorf zu tun gehabt, die sein Vater Daniel einst sorgsam saniert und der weiteren Nutzung zugeführt hat. «Dies führe ich gerne weiter», sagt er.

Schärmeli und Wachtler können beim Neustart im «Adler» auf das bewährte «Culinarium»-Team zählen, zu dem auch der technische Leiter Patrick Meier zählt. Küchenchef wird – Nomen est Omen – Urs Koch sein. Im Service setzt man ebenfalls auf fest angestelltes Personal. «Wir wollen keine übergrosse Karte führen», sagt Urs Koch. Diese werde nach dem saisonalen Angebot ausgerichtet: Wildspezialitäten und Metzgete im Herbst/Winter beispielsweise. Das Restaurant Adler wird montags bis freitags jeweils von 8.30 bis 23.30 Uhr geöffnet sein. «Wir werden zudem auch am Samstagabend ab 18 Uhr offen haben», betont Schärmeli.

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