Klosteranlage

So Gott will: Das Kloster Beinwil hat bald einen neuen Mieter

Das Kloster Beinwil.

Das Kloster Beinwil.

Rund zehn Bewerber hatten Interesse, sich im Kloster Beinwil einzumieten. Der Stiftungsrat ist aktuell mit zwei Gruppierungen im Gespräch.

Im Kloster Beinwil am hintersten Zipfel des Thiersteins gehen die Lichter nicht aus. Im März hatte die langjährige Nutzerin, die ökumenische Gemeinschaft Beinwil, bekannt gegeben, das ehemalige Benediktinerkloster auf Ende Jahr zu verlassen. Der Stiftungsrat begab sich daraufhin auf die Suche nach Nachfolgern.

Auf die Ausschreibung meldeten sich rund zehn Bewerber. Wie das römisch-katholische Pfarrblatt «Kirche Heute» schreibt, steht der Stiftungsrat im Gespräch mit zwei Gruppierungen. Komme mit keinem der beiden Interessenten eine Einigung zustande, werde der Stiftungsrat eine dritte Bewerbung in Betracht ziehen.

Die Stifter würden auch den Zweck ändern

Diese setze eine Änderung des Stiftungszwecks voraus, der eine kommerzielle Vermietung der Räumlichkeiten ausschliesst. Die vier Stifter des Klosters – die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt, der Bischof von Basel, der Abt des Benediktinerklosters Mariastein und die Römisch-katholische Kirche Basel-Stadt würden sich einer Änderung des Stiftungszwecks nicht verschliessen.

Mehrere andere Bewerbungen seien nicht infrage gekommen, da sie von Einzelpersonen eingereicht wurden. Eine nahtlose Übergabe an neue Nutzer auf Anfang nächstes Jahr sei optimistisch, aber nicht ausgeschlossen, erklärt Stiftungsratspräsident Franz Christ gegenüber der Zeitung. Der ehemalige Münsterpfarrer betont aber, dass mit einem Leerstand für eine gewisse Zeit zu rechnen sei.

Seit den 1980er-Jahren ist die Stiftung Beinwil die Eigentümerin der Klosteranlage. Die Benediktiner zogen schon 1648 aus und gründeten das Kloster in Mariastein.

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