Die neuen Gebühren zur Hallenbenützung bewegen in Allschwil die Gemüter. Nachdem die bz im Juli über die Kontroverse berichtete, ist nun auf der Plattform Petitio.ch eine Eingabe lanciert worden. Diese verlangt, dass die Allschwiler Vereine zur Benützung der öffentlichen Anlagen keine Gebühren bezahlen müssen. Urheber Beni Gnos hat bis zum 1. September Zeit, die nötigen 200 Unterschriften zu sammeln. Es dürfe nicht sein, dass die Vereine durch unverhältnismässig hohe Gebühren in ihrer Existenz bedroht würden, schreibt er. Schliesslich seien die Vereine für Allschwil eine grosse Bereicherung; diese würden in unzähligen Stunden Freiwilligenarbeit geführt.

Die neuen Tarife wurden vom Gemeinderat bereits 2016 beschlossen, aber nach Protesten und Verhandlungen erst per 1. Januar 2108 eingeführt. Die Exekutive argumentiert, dass die zuvor gültigen Ansätze weder marktüblich noch kostendeckend seien. Zudem könnten tiefe Tarife oder gar ein Gratis-Angebot zu einem Hallentourismus aus umliegenden Gemeinden mit höheren Gebühren führen.

Vor der Sommerpause ist im Ortsparlament ein Vorstoss überwiesen worden, der vom Gemeinderat die Überarbeitung der Gebührenordnung verlangt. Die nun lancierte Petition geht aber mit der Forderung nach Gratis-Benützung einen Schritt weiter. Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli betonte gegenüber der bz, dass man an der Gebührenordnung arbeite. Bis die neue Regel vorliege, müssten die Vereine aber die fälligen Rechnungen begleichen.