Zoo Basel
Der Zolli freut sich über Nachwuchs bei den Schimpansen und den Schildkröten

Ende Januar ist ein weibliches Neugeborenes namens «Tsangi» zur Schimpansengruppe gestossen. Nur wenige Tage später sind im Vivarium drei Strahlenschildkröten geschlüpft.

Aimee Baumgartner
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Alle Affen sind Nesthocker – oder besser gesagt Traglinge. Sie werden vom Muttertier, später auch von Familienmitgliedern, getragen.

Alle Affen sind Nesthocker – oder besser gesagt Traglinge. Sie werden vom Muttertier, später auch von Familienmitgliedern, getragen.

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Die Schimpansenmutter Garissa (13) ist zum zweiten Mal Mutter geworden. Wie der Basler Zolli heute Mittwoch mitteilt, kam die kleine «Tsangi» am 29. Januar zur Welt. «Garissa und die ältere Schwester Ponima (4) kümmern sich hingebungsvoll um Tsangi. Sie ist ein kräftiger Nesthocker», so der Zolli. Schimpansen krallen sich von Geburt an im Fell der Mutter fest. Bis zu einem Alter von fünf Jahren darf ein Menschenaffenkind noch auf den Bauch oder den Rücken der Mutter flüchten.

Den letzten Nachwuchs bei den Schimpansen gab es im Zolli im Sommer 2021, als Sangala und Sabaki geboren wurden. Fifi, die Mutter des Schimpansenjungens Sangala, konnte sich damals aus gesundheitlichen Gründen nicht um ihren Nachwuchs kümmern. Eine andere Mutter hat das Jungtier deshalb kurzerhand unter ihre Fittiche genommen. Fortan betreute sie ihr eigenes Neugeborenes, Sabaki, und Sangala.

Nachwuchs gab es auch bei den Strahlenschildkröten

Am 2. Februar sind nach Angaben des Zollis zudem drei Strahlenschildkröten aus dem Ei geschlüpft. Dabei handelt es sich um eine seltene Landschildkrötenart, die auf Madagaskar heimisch ist. Sie können eine Panzerlänge von bis zu 42 Zentimetern und ein Gewicht von 20 Kilogramm erreichen. Im Schaubecken 65 sind derzeit die etwas älteren, letztjährigen Jungtiere der Strahlenschildkröten zu sehen.

Die kleinen Strahlenschildkröten müssen sich ohne die Hilfe der Eltern zurechtfinden.

Die kleinen Strahlenschildkröten müssen sich ohne die Hilfe der Eltern zurechtfinden.

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Schildkröten sind nach dem Schlüpfen völlig auf sich allein gestellt. Wie bei den meisten Reptilien üblich, betreiben die Elterntiere keine Brutpflege. Dank dem Eidottersack, den sie kurz vor dem Schlupf in die Bauchhöhle einziehen, haben die Jungen für die ersten Tage zumindest einen Nahrungsvorrat dabei. Danach müssen sie aktiv auf Nahrungssuche gehen.