Wiedereröffnung
Das Antilopenhaus im Zoo Basel kann wieder besucht werden – die Sanierung ist abgeschlossen

Nach einer sechsmonatigen Umbauzeit und darauffolgender coronabedingter Schliessung öffnet das Antilopenhaus nun wieder seine Türen.

Helena Krauser
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Das Antilopenhaus wurde 1909 gebaut...
7 Bilder
...und 52 Jahre später das erste Mal erweitert.
Nun hat das Antilopenhaus einen neuen Bodenbelag erhalten.
Im Antilopenhaus ist unter anderem der Kleine Kudu zuhause.
Die Okapis erkunden das erste Mal die neue Anlage.
Im Laufe der Jahre wurde das Gehege immer mehr vergrössert.
Die Giraffe entdeckt den Fotografen.

Das Antilopenhaus wurde 1909 gebaut...

Foto: Zoo Basel

In den Anfangszeiten des Antilopenhauses wohnten dort acht Tierarten. Im Laufe der Jahre wurde das Haus immer wieder vergrössert und der Tierbestand änderte sich. Inzwischen beherbergt es nur noch drei Tierarten. Namentlich sind das Okapis, Giraffen und Kleine Kudus, so der Zoo Basel in seiner Mitteilung. Die vorerst letzte Sanierung ist nun abgeschlossen und das Gebäude ist für die Besucherinnen und Besucher wieder geöffnet. Anlässlich der Wiedereröffnung sagte der Zoodirektor Oliver Pagan: «Das Antilopenhaus zeigt eindrücklich auf, wie sich Zoos laufend verbessert und bei jedem Umbau oder Neubau die neuen Erkenntnisse der Tierhaltung umgesetzt haben.»

Das 1909 erbaute Antilopenhaus illustriert als ältestes Tierhaus im Zoo Basel eine vergangene Epoche der Zootierhaltung. 1951 wurde ein offener Anbau aus Metall und Glas – die Veranda – für die Giraffen errichtet. 1995 erfolgte die Sanierung des Gebäudes und 2009 eröffnete der Zolli die neue Giraffen-Aussenanlage.

Verbesserungen für Mensch und Tier

Die aktuellen Bewohner des Hauses stehen nun auf einem rutschfesten Bodenbelag aus Gussasphalt, teilt der Zoo mit. Ausserdem würden die neuen Deckenstrahlplatten den kälteempfindlichen Tieren im Winter zusätzlich Wärme bieten. Die Aussenalge der Okapis sei ausserdem neu mit Bambus bepflanzt worden.

Neben den Änderungen für die Tiere hat der Zoo auch einige Anpassungen vorgenommen, die den Pflegenden die Arbeit vereinfachen. Zudem wurde die Heizung saniert, eine neue Lüftung mit Wärmerückgewinnung installiert und das Dach gedämmt. So solle die Energieeffizienz des historischen Gebäudes verbessert werden, teilt er mit.

Geplant und durchgeführt wurde der 1,5 Millionen Franken kostende Umbau, gemäss Mitteilung von Salathé Architekten Basel AG. Die Arbeiten wurden mit der Denkmalpflege Basel-Stadt abgesprochen und durch eine Restauratorin begleitet.

Die Geschichte des Antilopenhauses im Zoo Basel

Verantwortlich für den 1909 begonnenen Bau waren der Architekt Fritz Stehlin und der Ingenieur Eduard Riggenbach. Wie bei vielen Tierhäusern aus dem 19. Jahrhundert wurde auch die Aussenanlage des Antilopenhauses sternförmig konzipiert. Die Ställe im Innern waren alle von einer zentralen Halle aus einsehbar und die Tiere in einer Art Panorama ausgestellt.

Diese Bauweise illustrierte die Absicht der damaligen Zoo-Verantwortlichen, die Tiere möglichst systematisch zu präsentieren und eine vergleichende Betrachtung zu ermöglichen. Die Zooarchitektur spiegelte die Bemühungen der Wissenschaft wider, die Natur zu katalogisieren.

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