Ungleichheiten
Als Teil des Legislaturplans: Basler Regierung will Chancengleichheit in der Gesundheit verstärken

Der Regierungsrat beantragt jährliche Ausgaben von 320'000 Franken, um Ungleichheiten im Gesundheitsbereich besser begegnen zu können.

Elodie Kolb
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Mit den Massnahmen will die Regierung einen Beitrag an das Legislatur-Ziel «Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken» leisten.

Mit den Massnahmen will die Regierung einen Beitrag an das Legislatur-Ziel «Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken» leisten.

Nicole Nars-Zimmer

Die Regierung des Kantons Basel-Stadt will Ungleichheiten im Gesundheitsbereich entgegenwirken. Dafür beantragt sie dem Grossen Rat jährliche Ausgaben von 320'000 Franken.

Es gebe in der Schweiz Bevölkerungsgruppen, die häufiger krank werden, gesundheitliche Beeinträchtigungen erfahren oder früher sterben. Diese Ungleichheiten seien gross, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung, und würden teilweise noch zunehmen. Häufig seien diese sozial bedingt: Etwa durch das Geschlecht, die Familiensituation, soziale Stellung oder den kulturellen Hintergrund. Man gehe davon aus, dass sich die Situation noch verschärfen dürfte durch die Corona-Pandemie.

Psychosoziale Gesundheit zentral

Der Regierungsrat hat daher einen Ausgabenbericht verabschiedet, um dieser Ungleichheit besser begegnen zu können. Damit wolle man auch, heisst es in der Mitteilung weiter, einen Beitrag an das Legislaturplan-Ziel «Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken» leisten.

Als Schlüsselfaktor erachtet die Regierung die psychosoziale Gesundheit. Geplant sei, die Netzwerk- und Koordinationsarbeit zu systematisieren und zu verstärken, Interventionen anzubieten sowie Sensibilisierung zu Gesundheitsthemen voranzutreiben. Zielgruppen seien insbesondere «vulnerable» Personen, Geflüchtete sowie Migrantinnen und Migranten ab 55 Jahren. Es seien zudem zielgruppenspezifische Massnahmen vorgesehen.