Coronavirus

Spitalbesuche sind wieder möglich: Basler Kinderspital verzichtet dabei auf Maskenpflicht

Im Vergleich zu anderen Spitälern sind die Regeln im UKBB nicht ganz so streng. (Symbolbild)

Im Vergleich zu anderen Spitälern sind die Regeln im UKBB nicht ganz so streng. (Symbolbild)

Patientenbesuche sind in den Spitälern der Region seit einigen Wochen wieder möglich. Allerdings gelten angesichts der Coronapandemie von Haus zu Haus ziemlich unterschiedliche Regeln.

Vergleichsweise liberal ist das Universitätskinderspital beider Basel (UKBB): So müssen etwa Besucher des stationären Bereichs keine Hygienemasken tragen. Eine generelle Pflicht würde das 24-Stunden-Tragen einer Maske implizieren und würde vor allem erwachsene Begleitpersonen betreffen, heisst es dazu auf Anfrage beim UKBB.

Dies wäre im Umgang der Eltern mit ihren Kindern sehr schwierig oder sogar unmöglich. Auch dürfen im stationären Bereich am UKBB beide Elternteile ihre Kinder besuchen. Dieses Recht gilt unabhängig davon, ob das Kind wegen einer Corona-Infektion oder einer anderen Krankheit hospitalisiert ist.

Zürcher Kinderspital strenger als jenes in Basel

Generell sind derzeit am UKBB Besuche durch Geschwister oder Freunde der jungen Patienten nicht erlaubt; allerdings seien Ausnahmen möglich. Restriktiver sind die Regeln im ambulanten Bereich, also auf der Notfallstation und in der Poliklinik: Hier ist zudem nur ein Elternteil als Begleitperson erlaubt. Zudem müssen hier alle Personen, die älter als zwölf Jahre sind, eine Maske tragen.

Zum Vergleich: Das Kinderspital Zürich ist strenger. Die Maskenpflicht ab zwölf Jahren gilt in sämtlichen Bereichen, zudem darf im Gegensatz zum UKBB nur eine Person pro Patient anwesend sein. Klar ist auch: Am Basler Kinderspital tragen wie an anderen Spitälern sämtliche Mitarbeitenden mit Patientenkontakt chirurgische Masken.

Am Universitätsspital Basel (USB) gilt auf dem gesamten Areal eine Maskentragpflicht für Besucher. Neben der Senkung des Risikos von Virusübertragungen habe diese auch einen psychologischen Aspekt, sagt USB-Sprecher Thomas Pfluger: «Es soll den Besuchenden bewusst machen, sich an die Coronaregeln zu halten.»

Keine Besuche bei kurzen Spitalaufenthalten

Neben den gängigen Hygienemassnahmen, die auch ausserhalb der Spitäler gelten, heisst das: Maximal zwei Besucher sowie maximal eine Stunde pro Patient und Tag, zudem soll auf Besuche bei Patienten mit einer Kurzaufenthaltsdauer von weniger als vier Tagen generell verzichtet werden. Selbstredend sind Besucher, die Symptome wie Husten, Fieber oder Grippe aufweisen, nicht zugelassen.

Dieselben Regeln gelten im Kantonsspital Baselland mit den drei Standorten Liestal, Laufen und Bruderholz. Allerdings ist hier die Maskentragpflicht auf Behandlungs- und Patientenzimmer beschränkt. Ähnlich ist die Handhabe im Basler Claraspital: Dort gilt für Besucher eine Maskenpflicht bei Patientenkontakt. In der Regel werden in allen regionalen Spitälern Hygienemasken vor Ort an Besucher abgegeben.

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