Euro-Airport
Ryanair kehrt nach Basel zurück – ohne Sonderzug bei den Flughafengebühren

Vor vier Jahren mit lautem Getöse wegen zu hohen Gebühren abgetreten, kehrt jetzt die irische Fluggesellschaft Ryanair an den Euro-Airport nach Basel zurück: Ab April will der Billigflieger die Strecke Dublin–Basel wieder in den Flugplan aufnehmen.

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Ryanair-Maschinen werden ab April auch am Euro-Airport in Basel wieder starten und laden (Archivbild).

Ryanair-Maschinen werden ab April auch am Euro-Airport in Basel wieder starten und laden (Archivbild).

Keystone

Dienstags, donnerstags, und samstags will die irische Fluggesellschaft Ryanair ab kommendem April die Strecke Dublin–Basel wieder in den Flugplan aufnehmen. Dreimal wöchentlich will der Billigflieger von seiner Basis in Dublin mit einer Boeing 737-800 mit Platz für 189 Passagiere an den Rheinknie fliegen. Damit werden rund zehn Arbeitsplätze am Euro-Airport geschaffen.

In Basel freut man sich über die Rückkehr des Abtrünnigen: «Je grösser der Mix an Airlines und Destinationen ist, desto besser. Das entspricht unserer Diversifizierungsstrategie. Und Irland war auf unserer Wunschliste», sagte Euro-Airport-Sprecherin Vivienne Gaskell gegenüber der «Basler Zeitung».

Bereits zwischen 2007 und 2009 gehörte der Euro-Airport zum Streckennetz von Ryanair mit sechs Destinationen, darunter Dublin, Stockholm oder Alicante. Weil die Flughafenbetreiber aber vor vier Jahren nicht bereit waren, die Gebühren zu senken, verliess der irische Billigflieger den Dreiländerflughafen. Insgesamt gingen damals 18 Flüge und 250 Jobs verloren.

Ist der Euro-Airport jetzt Ryanair entgegengekommen bei den Gebühren? Die Flughafenbetreiber verneinen: «Ryanair bekommt keine Sonderkonditionen, die Airline bezahlt den gleichen Tarif wie alle anderen ­Airlines», sagt Sprecherin Gaskell. Die Fluggesellschaft kehrt laut Ryanair-Sprecherin Henrike Schmidt nach Basel zurück, weil am Dubliner Flughafen eine Abgabesteuer von drei Euro pro Passagier wegfällt. Die Strecken ab Dublin werden so günstiger.

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