Medizinische Fakultät
Roger Federer erhält den Ehrendoktortitel der Uni Basel – und heisst jetzt Dr. h.c. Federer

Dem Tennisstar Roger Federer wird eine ungewöhnliche Ehre zuteil. Die Medizinische Fakultät der Universität Basel verleiht ihm den Ehrendoktortitel. Der Spitzensportler wird für seine Vorbildsfunktion gewürdigt.

Jonas Hoskyn
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Die Liste der insgesamt sieben Personen, die am heutigen Dies academicus der Universität Basel den Ehrendoktortitel verliehen bekommen, birgt eine grosse Überraschung: Unter den Namen ist auch Roger Federer. Der Baselbieter Tennisstar darf sich künftig Dr. h. c. Roger Federer nennen (Abkürzung für honoris causa, lateinisch für ehrenhalber).

Federer, der im Alter von 16 Jahren die Schule verliess, ist der erste Sportler, dem von der Uni Basel die Ehrendoktorwürde verliehen wird. Die Medizinische Fakultät würdigt ihn für seinen Beitrag, den Ruf von Basel und der Schweiz international zu mehren. Ebenso «für seine Vorbildfunktion als Sportler, in der er viele Menschen weltweit zu mehr Bewegung animiert und so einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung leistet, verbunden mit stets fairem und vorbildlichem Auftreten in allen Lebenssituationen», wie die Universität schreibt. Weiter erwähnt wird Federers Engagement für Kinder in Afrika im Rahmen einer Stiftung.

Federers Auszeichnungen in der Schweiz und in der Welt

Das Hologramm Gespielt hat Roger Federer in Newport auf Rhode Island nie. Dafür begrüsst ein Hologramm des Schweizers die Besucher der International Tennis Hall of Fame. «Es war eine Ehre, Modell zu stehen», sagte er bei der Lancierung vor zwei Jahren.
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Roger-Federer-Allee Neun mal holte Federer auf dem Rasen von Halle den Titel. Nirgendwo sonst war er erfolgreicher. Vor fünf Jahren wird auf der Anlage eine Allee nach ihm benannt. Federer: «Die Deutschen waren den Schweizern da einen Schritt voraus.»
Schweizer des Jahres 2003 wird Federers Name als Schweizer des Jahres auf der Ehrentafel auf der Älggi-Alp, dem geografischen Mittelpunkt der Schweiz, verewigt. Federer: «Ich bin 22 und mache Sport. Es ist unglaublich, dass die Leute mich gewählt haben.»
Roger-Federer-Allee Die Strasse, die in Biel zum Leistungszentrum von Swiss Tennis führt, wird nach Federer benannt. Bei den Feierlichkeiten fliessen Tränen: «Hier wuchs ich wie ein normaler Teenager auf. Die Talente sollen den gleichen Traum leben dürfen.»
Walk of Fame Nachdem Kaffeehersteller Jura ein Poster an der Fassade im solothurnischen Niederbuchsiten hatte entfernen müssen, ehrt ihn der Sponsor seit zwei Jahren mit einem «Walk of Fame». Ausgestellt sind dort Bilder, Pokale oder CDs.

Das Hologramm Gespielt hat Roger Federer in Newport auf Rhode Island nie. Dafür begrüsst ein Hologramm des Schweizers die Besucher der International Tennis Hall of Fame. «Es war eine Ehre, Modell zu stehen», sagte er bei der Lancierung vor zwei Jahren.

Keystone

Nationalbankpräsident und Liedermacher

Neben Federer werden auch der Nationalbankspräsident Thomas J. Jordan und der Kinderliedermacher Andrew Bond mit dem Ehrendoktortitel ausgezeichnet. Jordan, der auch als Professor doziert, wird für seine Verdienste um die schweizerische Geld- und Währungspolitik und «seine herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten und sein stetes Streben, geldpolitische Entscheide auf ein wissenschaftliches Fundament zu stellen» gewürdigt, wie die Uni mitteilt.

Den Schweizer Kinderliedermacher Andrew Bond ernannte die Theologische Fakultät zum Ehrendoktor und würdigt ihn dafür, sich um eine moderne, kindgerechte Vermittlung christlicher Glaubensinhalte und religiös-theologischer Themen verdient zu machen.

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