Regierungsrat
Corona-Unterstützung: Baslerinnen und Basler mit hohen Einbussen sollen 550 Franken erhalten

Der Basler Regierungsrat setzt eine SP-Motion um und schlägt dem Basler Parlament einen einmaligen Unterstützungsbeitrag von 500 Franken für Menschen mit geringem Einkommen vor.

Zara Zatti
Drucken
Wer durch die Coronapandemie in finanzielle Nöte geriet, soll 550 Franken erhalten.

Wer durch die Coronapandemie in finanzielle Nöte geriet, soll 550 Franken erhalten.

Bild: Sarah Kunz

Der Regierungsrat setzt eine SP-Motion um, welche eine spezielle Corona-Härtefallunterstützung für Menschen mit geringem Einkommen fordert. So sollen Menschen, die in wirtschaftlich bescheidenen Verhältnissen leben und grosse Einbussen durch die Coronapandemie erlitten, einmalig 550 Franken ausbezahlt bekommen.

Den Betrag sollen Baslerinnen und Basler erhalten, die zwischen 2019 und 2020 eine Einkommenseinbusse von mindestens 5 Prozent erlitten haben. Wie die Regierung in ihrer Mitteilung am Dienstag schreibt, rechnet sie mit einem finanziellen Aufwand von knapp 4,9 Millionen Franken. Ob der Vorschlag der Regierung auch so umgesetzt wird, darüber entscheidet der Grosse Rat.

SP ist zufrieden mit der Umsetzung

Die Motion von SP-Grossrat Pascal Pfister wurde im April 2021 eingereicht und forderte einen einmaligen Unterstützungsbeitrag von mindestens 500 Franken. Die Umsetzung der Regierung übersteigt diesen Betrag jetzt sogar. In einer Mitteilung zeigt sich die SP Basel-Stadt erfreut über den Entscheid der Regierung.

«Die Krise trifft die Menschen mit tiefen Einkommen doppelt: Neben einer Einkommenseinbusse nahmen gleichzeitig die Ersparnisse ab, wohingegen Menschen mit höheren Einkommen ihre Sparquote aufgrund niedrigerer Ausgaben gar erhöhen konnten. Genau deshalb ist die Umsetzung unserer Motion so wichtig, weil sie jenen Menschen hilft, die am wenigsten haben», sagt Co-Präsidentin Jessica Brandenburger.

Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung komme dieser Zustupf jetzt gerade zur rechten Zeit, um den Betroffenen kurzfristig etwas Luft zu verschaffen, schreibt die Partei in ihrer Mitteilung.