Historisches Museum
Raus aus der Scheune: Museum für Pferdestärken muss Merian Gärten verlassen

Über 35 Jahre waren in der Berri-Scheune in Münchenstein historische Fahrzeuge ausgestellt. Nun wird das Gebäude von der Christoph Merian Stiftung für andere Zwecke benötigt. Der Verein Hü-Basel setzt sich für den Erhalt der Ausstellung ein.

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Bald nicht mehr hier zu sehen: Kutschen im Museum für Pferdestärken

Bald nicht mehr hier zu sehen: Kutschen im Museum für Pferdestärken

Zur Verfügung gestellt

Seit 35 Jahren sind in der Berri-Scheune in den Merian Gärten Brüglingen eine Auswahl an Kutschen und anderen Fahrzeugen aus der vormotorisierten Zeit zu sehen. Als Teil des Historischen Museums Basel (HMB) zieht das "Museum für Pferdestärken" jährlich rund 16'000 Besucherinnen und Besucher an. Doch damit soll nun Schluss sein.

Wie das HMB mitteilt, soll das Ausstellungsgebäude, das von der Christoph Merian Stiftung unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde, umgebaut und für andere Zwecke verwendet werden.

Umnutzung der Berri-Scheune

Die Kündigung des Raums wurde bereits im Sommer 2015 offiziell eingereicht. Die historischen Fahrzeuge werden noch bis Ende September 2016 zugänglich sein. Danach werden die Ausstellungsstücke ins Museumsdepot verlagert.

Der private Verein Hü-Basel, der vor rund vier Jahren zum Erhalt und Wiederbelebung der historischen Fahrzeuge gegründet wurde, macht sich für die Suche eines neuen Standorts stark.

Nachfolge in der Direktion: Weitere Umbrüche beim Historischen Museum Basel

Auch in der Direktion des Historischen Museums Basel kommt es gegenwärtig zu Veränderungen: Für die Nachfolge von Marie-Paule Jungblut, die die Institution Ende September 2015 verlassen hat, wurde eine Findungskommision zusammengestellt. Die Wahl der neuen Direktion soll bis Herbst 2016 erfolgen.

Letztes Highlight im Sommer

Vor der Schliessung des Standorts hat das HMB ein vorerst letztes Highlight im Museum für Pferdestärken geplant. Im Frühling und Sommer 2016 ist eine szenische Führung zum Eisenbahnunglück von Münchenstein im Jahre 1891 geplant. Inmitten der Ausstellung berichtet ein Zeitzeuge über das dramatische Ereignis. Das Stück – gespielt von Samuel Bally – steht von April bis September zehnmal auf dem Programm und kann auch gebucht werden. (sal)

Vorstellungen: 10.4., 1.5., 5.6., jeweils 14 und 15 Uhr, weitere Daten folgen