Vorfasnacht
Rasser und Luisier lassen es am Pfyfferli krachen

Das Pfyfferli, welches in neuem Stil daher kommt, profitiert von der späten Fasnacht. Es werden deutlich mehr Vorstellungen als im Vorjahr stattfinden.

Drucken
Teilen
Das Pfyfferli der vergangenen Fasnacht.

Das Pfyfferli der vergangenen Fasnacht.

Syrienkrieg, Terroranschläge, Flüchtlingsstrom: Es waren diese Ereignisse, die das Pfyfferli-Team bewogen, in diesem Jahr eine politische und anklagende Show im Theater Fauteuil aufzuführen. Die globalen Probleme werden sich bis zur nächsten Ausgabe nicht gelöst haben. Die Macher um Caroline Rasser und Michael Luisier geben dem Pfyfferli 2017 aber einen neuen Stil. Ihr Gedanke: Am Pfyfferli können wir die Probleme nicht lösen. Aber anstatt ins Schneckenhaus zu kriechen, gehen wir mitten ins Leben und feiern ein dekadentes Fest. «Jetzt erst recht!», sagt Rasser. Das Programm sei nicht als Resignation zu verstehen, sondern als Zelebrieren der Fasnacht als Inbegriff für Festlichkeit und Meinungsfreiheit. «Wir lassen uns von der Weltlage nicht erschlagen», sagt Rasser. Auf der Bühne fielen deshalb auch Sprüche, die man heutzutage niemandem zu klopfen raten würde.

Deutlich mehr Vorstellungen

Die späte Fasnacht kommt dem Pfyfferli 2017 entgegen. Gab es 2016 insgesamt 49 Vorstellungen, erlaubt der Kalender 2017 deren 66 und drei mögliche Zusatzvorstellungen. 80 Prozent der Tickets sind verkauft. Vor einem Jahr waren Anfang Dezember sämtliche Tickets vergriffen. Dennoch hat man aufgrund der grösseren Zahl Vorstellungen bereits mehr Tickets verkauft als letztes Jahr.

Für die 22. Ausgabe kehrt Rasser nach einer einjährigen Pause zurück ins Ensemble. «Es war gut, das Pfyfferli einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Aber ich habe die Bühne vermisst», sagt Rasser. Mit ihr bilden Salomé Jantz, Myriam Wittlin, David Bröckelmann und Roland Herrmann das Ensemble. Die Schnitzelbänke bestreiten wiederum Doggter FMH, Heiri, Peperoni, Singvogel, Spitzbueb und Tam Tam. Pro Vorstellung sind jeweils zwei Schnitzelbängg zu sehen. An der Medienorientierung gab das Ensemble am Donnerstag erste Kostproben des neuen Pfyfferli. «Ein letztes Mal leben, bis es knallt: So wollen wir Fasnacht machen», johlen mit der Weinflasche bewaffnete Fasnächtler und machen sich lustig über Merkel und Erdogan genauso wie über Morin und Wessels. (MWA)

Tickets unter www.fauteuil.ch oder 061 261 26 10 (täglich ab 15 Uhr)

Aktuelle Nachrichten