Digitalisierung
Neue Innovationen in Basel: weniger Abfall dank Kameras

Basel-Stadt will sauberer werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich die Basler Stadtreinigung ein neues Tool angeschafft.

Olivia Fierz
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Die Mitarbeiter der Stadtreinigung stehen vor neuen Aufgaben: Mit einem neuen Tool soll die Stadt sauberer werden. (Symbolbild)

Die Mitarbeiter der Stadtreinigung stehen vor neuen Aufgaben: Mit einem neuen Tool soll die Stadt sauberer werden. (Symbolbild)

ZVG/Juri Weiss

Um ein höheres Mass an Sauberkeit zu erreichen, hat sich die Stadtreinigung Basel-Stadt den «City Clean Index» von Cortexia beschafft. «Dieses Tool misst, an welchen Orten die Stadt am meisten verschmutzt ist. Wir können somit effizienter planen, wo wir unsere Leute zur Stadtreinigung hinschicken», sagt Stefan Pozner, stellvertretender Leiter der Stadtreinigung.

Das System funktioniert wie folgt: Mitarbeiter der Stadtreinigung fahren mit dem Fahrrad durch die Stadt und sind mit einem Kamerasystem ausgerüstet. Diese Kamera erkennt einzelne Abfallstücke, und mit Hilfe eines Algorithmus wird der Abfall verschiedenen Abfallfraktionen zugeordnet und ausgewertet, sagt Daniel Hofer, Mediensprecher des Basler Verkehrs- und Baudepartements.

Letztlich gehe es darum, die Stadt so sauber wie möglich zu halten und die Ressourcen nicht zu sprengen. Die Jahreskosten belaufen sich bei diesem Projekt auf 100 000 Franken.

Bedenken wegen des Datenschutzes

Erfahrungen mit der Neuenburger Erfindung City Clean Index sind in anderen Städten schon gesammelt worden, etwa in Zürich. Doch bis heute gibt es kritische Stimmen zum neuen Projekt. Zu diskutieren geben Fragen des Datenschutzes, da die Kamera auch Bilder von Passanten aufnehme.

Dominik Egli sagt, dass die Stadtreinigung hier auf den Hersteller vertrauen müsse, der den Datenschutz garantiert habe. Die Bilder würden nicht gespeichert, sondern fortlaufend überspielt, versichert er. Die Geschäftskommission des Grossen Rats ist damit nicht restlos zufriedengestellt: Sie will das City Clean Tool vom kantonalen Datenschutzbeauftragten prüfen lassen.

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