Nachwuchs
Zwillinge bei den Lisztäffchen im Zolli Basel

Im Zoo Basel sind zwei kleine Lisztäffchen zur Welt gekommen, die sich seit dem 21. Mai bestaunen lassen.

Lea Meister
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Die beiden Jungen sind nicht ganz leicht, weshalb die ganze Gruppe die Mutter beim Tragen unterstützt.

Die beiden Jungen sind nicht ganz leicht, weshalb die ganze Gruppe die Mutter beim Tragen unterstützt.

Zoo Basel

Zwei blutjunge Lisztäffchen leben seit dem 21. Mai im Zolli Basel. Die Äffchen sind bekannt für ihre imposante Frisur, die an den österreichischen Komponisten Franz Liszt erinnert - daher haben die flauschigen Äffchen auch ihren Namen.

Die Mutter der beiden Zwillinge ist die knapp dreijährige Quieta, die von anderen Gruppenmitgliedern tatkräftig beim Tragen unterstützt wird. Die Zwillinge unternehmen bereits erste Erkundungstouren.

Duftstoffe und Geräusche zum Markieren des Reviers

In der Wildnis leben Lisztäffchen meist in kleinen Gruppen von bis zu 13 Tieren in Baumkronen im nordwestlichen Kolumbien. Die Männchen grenzen ihr Revier akustisch ab, während das Weibchen mit Duftstoffen der Genitaldrüsen Äste markiert.

Ein Junges versteckt sich im Fell seiner Mutter.

Ein Junges versteckt sich im Fell seiner Mutter.

Zoo Basel

Die Äffchen ernähren sich von Insekten, Spinnen, Früchten, Baumsäften, Blättern, Eiern, Nestlingen, Echsen und Schnecken. Mit einem gezielten Kopfbiss erlegen sie ihre Beute.

Weibchen paaren sich mit mehreren Männchen

Während der Fortpflanzungszeit paart sich das Weibchen mit mehreren Männchen, es lebt also polyamour. Nur ein Männchen kann Vater sein, alle potenziellen Väter nehmen aber an der Aufzucht der Jungen teil, da sie tendenziell als Vater in Frage kommen. Während die Weibchen polyamour leben, paart sich das Männchen jeweils nur mit einem Weibchen.