Restaurant
Italienische Gastro-Kette Molino zieht bei den Italienern in der Steinen ein

Die Basler Steinenvorstadt ist kulinarisch hoch im kurs. Für jeden Geschmack lässt sich was finden. Asiatisch, amerikanisch, vegetarisch - nichts kommt zu kurz. Nun eröffnet das italienische Restaurant Molino in der Steinen seine 19. Filiale.

Muriel Mercier
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Das «Molino» eröffnet in Basel sein erstes Restaurant in der Steinen. Vor ein paar Monaten war noch das «Pomodoro» eingemietet. kenneth nars

Das «Molino» eröffnet in Basel sein erstes Restaurant in der Steinen. Vor ein paar Monaten war noch das «Pomodoro» eingemietet. kenneth nars

In der Steinenvorstadt findet jeder, der mit knurrendem Magen durch die Stadt schlendert, seine kulinarische Vorliebe: Wer Lust auf asiatische Küche hat, geht in den Mister Wong, wer auf amerikanischen Fast-Food steht, bestellt seinen Burger im Burger King, Vegetarier verköstigen sich im Tibits und das Zvieri mit Kaffee gibts im Starbucks. Kurzum: Die Steinen ist zu einem Mekka von grossen Gastro-Ketten geworden – individuelle Restaurants und Cafés sind je länger je mehr in der Minderheit.

Zu hohe Mieten in der Innenstadt

Nun zieht das italienische Restaurant Molino – die schweizweit grösste Restaurantkette mit italienischer Küchentradition – in die Steinenvorstadt 71. Noch vor ein paar Monaten hiess die Beiz Pomodoro, die Kellner servierten unter dem Wirt Michel Theurillat, der sich jetzt altershalber zurückgezogen hat, ebenfalls italienische Spezialitäten.

Maurus Ebneter, dem Delegierten des Wirteverband-Vorstands, sind Betriebe von Gastro-Ketten in Basel eigentlich ein Dorn im Auge: «Diese Entwicklung stellt für die Stadt eine Gefahr dar, denn Basel braucht einen vielfältigen Angebotsmix.» Die Gastronomie habe zunehmend Mühe, die hohen Mieten an guten Innenstadtlagen zu erwirtschaften. «Kettenbetriebe mit erprobten Konzepten können sich diese Beträge leisten, im Gegensatz zu den meisten individuellen Gastronomen», erklärt Ebneter.

19. Filiale in der Schweiz

Dennoch ist Ebneter dem Molino, das auf frische, hausgemachte Pasta-Spezialitäten sowie auf Pizza mit Gütesiegel und auf eine grosse Auswahl an südländischen Weinen setzt, positiv gesinnt: «Das Molino sorgt für den gewünschten Mix in der Stadt.» Zudem habe die Firma mit ihren 18 Standorten in der übrigen Schweiz mehrfach bewiesen, dass ihr Konzept funktioniere. «Das Konzept hat Magnetwirkung und davon wird die ganze Innenstadt profitieren.»

Mit diesem Konzept ist Molino im Jahr 1988 gestartet. Und mit der Filiale in Basel eröffnet die Gastro-Kette nun ihren 19. Standort.

Richtiger Standort hat gefehlt

Auch Mathias Böhm, Geschäftsführer von Pro Innerstadt, freut sich über den Einzug des Molino in Basels Zentrum. «Ich kenne das Restaurant aus Zürich und ich weiss, dass es ein Kettenbetrieb ist.» Dies sei aber nicht entscheidend für einen neuen Gastro-Mieter in der Steinen. «Das Molino wird das Angebot der Stadt ergänzen.» Viele gute Italienerbeizen gebe es hier ja nicht. Überhaupt wundert sich Böhm darüber, dass das Molino nicht schon früher in Basel ein Restaurant eingerichtet hat.

Diese Frage wird von Nicola Mongelli, CEO der Molino AG, gleich beantwortet: «Wir wollten schon lange eine Filiale in Basel errichten, aber wir haben bisher nie den richtigen Standort gefunden.» Eine Terrasse, ein Parkhaus in der Nähe und eine zentrale Lage seien immer entscheidende Kriterien gewesen.

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